Ayahuasca Erfahrungsbericht, Zeremonie 53-54 (Juli 2021)

Es sollte ein entspanntes Wohlfühl-Ayahuasca werden, mit niedriger Dosis und nur vier Teilnehmern.

Die 1. Nacht

wars das auch. Licht, Seelenverbundenheit, milde Visionen. Eine kurze Begegnung mit dämonischen Energien.

Ich: Wo kommt ihr auf einmal her?

Antwort: Wir sind Teil von dir

Ich: Gut oder schlecht?

Antwort: Was ist schlecht?

Ich erkläre ihnen, was ich unter „schlecht“ verstehe.

Antwort: Nein, sowas tun wir nicht.

Ich: Dann könnt ihr bleiben.

Es waren eher so Kobolde. Mein Drittes Auge hatte sich sehr schnell geöffnet, noch lange vor dem eigentlichen Peak und ich sah sie über das Dritte Auge. Energiewesen, und das sind sie ja, kann man nur durch das Dritte Auge sehen. Diese sahen einfach nur schräg aus. Ihre Energie war mild, kaum wahrnehmbar. Anders in der zweiten Nacht, da begegnete ich einem ganz anderen Expemplar!

2. Nacht

Gleiche Dosis wie in der 1. Nacht. Die erste Stunde war pure Meditation. Die Medizin wirkte, wie immer in der 2. Nacht, deutlich schneller und stärker, da der Körper bereits MAO-Hemmer von der 1. Nacht enthält. Ich badete eine gute Stunde in goldenem Licht, bis ich die Energie rausleiten musste, da sie mir zu stark wurde. Ich schnappte mir meine Rasseln und rasselte leise vor mich hin. Die Energie fuhr herunter und ich bekam wieder normale Körpertemperatur, kein inneres Barbecue mehr. Dann wurde leise Musik gespielt und ich legte mich wieder hin.

Das blaue Lichtwesen
Kaum auf dem Rücken, öffnete sich mein Drittes Auge. Noch sah ich nichts, außer Energiefetzen, aber nach wenigen Minuten schwebte es vor mir, ein blaues Lichtwesen mit sehr starker Energie. Es hatte in seinem Energiekörper sowohl mechanische Strukturen, als auch pflanzliche. Teile von ihm sahen aus wie leuchtende Mohnknospen, andere erinnerten an Maschinen-Elfen. Das Wesen bewegte sich und hatte eindeutig Bewusstsein – und das war auf mich gerichtet. Seine Energie war eher magnetisch, als elektrisch und es nagelte mich förmlich auf der Matte fest. Ich brauchte kurz darauf ordentlich Schwung, um aufzustehen. Ich bin mir auch sicher, dass ich diesem Wesen schon öfter beim Ayahuasca begegnet bin. Es kam mir zumindest bekannt vor, auch seine Energie.

Als ich das Wesen sah und die starke, schwere Energie spürte, richtete ich die Handflächen nach oben, um goldenes Licht in den Raum zu senden, um mich und die anderen zu schützen. Kurz vorher hatte ich ja noch in goldenem Licht gebadet – das sollte also klappen. Aber es klappte nicht.

Als ich die Handflächen nach oben richtete, trat schwarzes Licht aus ihnen heraus!

Ich erschrak. Noch nie hatte ich beobachtet, oder gehört, dass schwarzes Licht aus den Handflächen von irgendwem austritt!?

Sofort senkte ich die Hände wieder, da ich nicht wusste, was schwarzes Licht bewirkt und ich wollte auf keinen Fall mögliche dämonische Energie in den Raum leiten. Mir war klar, dass dieses Wesen längst nicht mehr nur in meiner Nähe herumlungert, wie die dämonischen Spaßvögel, die ich sonst so tummeln. Dieses Wesen war IN MIR. Ich spürte überdeutlich seine einnehmende Energie und auch wie es mir zu verstehen gab, dass es mir jetzt sagt, wie es weitergeht.

Ich fragte die Medizin, was ich tun soll? Ihre Antwort: Es ist dein Prozess. Tue, was deine Intuition dir sagt.

Ich versuchte daraufhin das Wesen zu ignorieren. Seine Energie wuchs in diesem Moment so stark an, dass Ignorieren schlichtweg unmöglich wurde. Ich richtete mich auf. Weiter liegen bleiben hätte mich verbrannt, so kam es mir jedenfalls vor.

Aufrecht sitzend bekam ich klare Impulse gesendet, was ich tun soll. Ich soll den Raum mit Weihrauch reinigen und anschließend Lüften. Das tat ich. Interessant zu erwähnen, dass Weihrauchharze blau leuchten! Das zeigte mir, was für eine reinigende Energie Weihrauch hat. Dann kam die Anweisung, jeden Teilnehmer mit Palo Santo abzuräuchern. Auch das tat ich. Schließlich wurde mir noch übermittelt, ich solle den Raum energetisch aufbereiten, indem ich ihn mit den Rasseln ablaufe. Und ich solle der Teilnehmerin mit dem starken Prozess, den Räuchertopf in ihre Nähe stellen.

Ich befolgte alles, was mir meine innere Stimme sagte, während ich diese sehr starke, pulsierende Energie spürte und beim Schließen der Augen, jedesmal unmittelbar in Trance verfiel – immer das blaue Lichtwesen vor mir sehend. Vielleicht war die innere Stimme dieses Lichtwesen, vielleicht war es die Medizin, vielleicht meine Seele? Keine Ahnung. Energetisch würde ich sie eher dem Lichtwesen zuordnen, denn dessen Energie hatte mich zu 100% eingenommen. Eine starke, magnetische Energie.

Es ging so weiter. Immer wieder rot-violett-dunkelblaue Lichtblitze und -Spuren im Raum, wie Nachlichter. Rot, Violett und Dunkelblau sind Farben, die oft im Zusammenhang mit dämonischen Energien auftreten. Vielleicht war das blaue Lichtwesen ein Dämon? Dann aber einer, der gekommen war, um zu helfen, ein Helferdämon.

Nachdem alle mit ihren Prozessen durch waren, legte ich mich wieder auf den Rücken und ging in meine Energie. Die magnetische Energie war sofort wieder sehr da und auch Dämonen aller Art waren sofort zur Stelle. Die üblichen Angstmacher, also Dämonen, die einen austesten. Können sie dir Angst machen, haben sie Nahrung, können sie dir keine Angst machen, gehen sie leer aus. Ich habe keine Angst vor ihnen, sie können aufgrund der hohen Lichtenergie, die wir Menschen besitzen, uns nicht besetzen. Sie können nur nerven. Einer war allerdings besonders schön. Ich lobte ihn und er fing an von innen rot zu leuchten.

Wieder sah ich das blaue Lichtwesen. Es hatte mittlerweile meinen ganzen inneren Raum eingenommen und war von bemerkenswerter Erhabenheit. So eine Power! Das war kein Dämönchen, das war entweder ein Meisterdämon, oder ein anderes höheres Lichtwesen. Ich richtete wieder die Hände nach oben und immer noch kam schwarzes Licht aus ihnen heraus.

Ich ging zu unserem Rapé-Meister und bat ihn um einen kräftigen Rapé und den bitte mit Schmackes! Ich musste mein Drittes Auge schließen, denn das ist das Einfallstor für Spirits aller Art und somit auch für Dämonen.

Unser Rapé-Meister pfefferte mir mit so großer Wucht einen starken Cumaru-Rapé rein, dass ich mich fast übergeben musste. Mein Drittes Auge schloss sich unmittelbar und alle Energie verließ meinen Körper. Ich war anschließend so schwach, dass ich in die Arme meiner Freundin sank und mehrmals tief durchatmete, um sicher zu sein, dass ich noch am Leben bin. Sie gab mir den Halt und die Wärme, die ich jetzt dringend benötigte und eine andere Teilnehmerin brachte mir Magnesiumwasser.

Ich kam schnell wieder zu Kräften und trank noch einmal 10ml von der Medizin nach. Ich wollte wissen, ob ich das blaue Lichtwesen los bin, seine Energie war mir einfach zu stark gewesen. Dazu musste ich mein Drittes Auge wieder öffnen. Ich kam erneut in einen sehr energetischen, 1.5 Stunden langen Prozess und wieder mit dämonischen Visionen, obwohl im Zeremonieraum die Schwingungen sehr hoch und lichtvoll waren.

Ich hab keine Ahnung, wieso in dieser Nacht alle Dämonen nur bei mir herumhingen? Die anderen hatten nichts dieser Art, wie sie mir später verwundert sagten.

Als das Dritte Auge sich erneut öffnete, machte ich den Händetest und diesmal kam weißes Licht aus ihnen heraus. Wundersamer Rapé! Er hat mich von einer anstrengenden Energie befreit.

Der Rest der Nacht, besser des Morgens, waren entspannt und die Einschlafphase bildgewaltig. Wie so oft in den letzten Wochen gab es viel Weiss und Silber. Auch verschneite Landschaften waren dabei. Gold wollte diese Nacht nicht, bzw. nur kurz, zu Beginn der Nacht. In der 1. Nacht war deutlich mehr Gold.

Fazit:
Noch nie kam schwarzes Licht aus meinen Händen! Hatte es was mit dem blauen Lichtwesen zu tun, hatte es mich wohlmöglich für 1-2 Stunden besetzt? Es fühlte sich zumindest so an. Auch diese extrem magnetische Energie war aussergewöhnlich und erinnerte mich an diesen Traum. Die 2. Nacht zeigte mir erneut, was für eine Macht Ayahuasca ist und dass man es nur sehr bewusst und mit höchstem Respekt nehmen darf!