Ayahuasca Erfahrungsbericht, Zeremonie 59-60 (November 2021)

Die beiden Zeremonien sind bereits 1 Woche her, aber ich brauchte einige Tage, um wirklich zu verstehen, wo mich die Medizin diesmal hingetragen hat und was ihre Botschaft war. Das Team war dasselbe, wie im August. Mein Lieblingsschamane, Juan Martin Jamioy und sein wundervolles Team haben zwei Nächte lang alles gegeben. Wir waren eine kleine Gruppe von nur 16 Teilnehmern.

Nacht #1

Die Medizin war die gleiche, wie in der 1. Nacht im August. Eher dünnflüssig und leicht süß, der Geschmack angenehm. Sie brauchte ca. 1 Stunde, um zu wirken, dann aber kam sie mit voller Wucht! Ich saß angelehnt an der Wand, eingehüllt in eine dicke Decke und gab mich der starken Energie hin. Gleich zu Beginn bekam ich einen Vortrag über die Energie der Täuschung.

Die Energie der Täuschung

Die Energie der Täuschung, so Ayahuasca (oder wer auch immer), sei eine sehr niedrig schwingende Energie. Dass ihr dennoch so viele erliegen, läge daran, dass sehr viele Menschen eine noch niedrigere Energie und Schwingung hätten, verursacht durch monatelange Angsttreiberei und Panikmache durch Politik und Medien. Derart in niedrige Schwingung und Energie versetzt, hätte es die Täuschung leicht.

Jeder, der in einer gesunden Energie ist, kann der Täuschung nicht erliegen. Will ich intuitiv die Wahrheit erkennen, muss ich mich in eine hohe Schwingung bringen. Dazu gehöre nicht viel. Freude, Lachen und vor allem Liebe. Wer in der Liebe ist, so die Botschaft, kann nicht belogen und getäuscht werden!

Die Schwingung der Liebe ist die höchste aller Schwingungen und sie ist somit auch die stärkste Energie. Bleib in der Liebe und du bist bestens geschützt und auf alles vorbereitet.

Es folgte dann ein regelrechter Dialog mit der Medizin zu einem ganz konkreten Problem von mir. Die Ayahuasca-“Methode“ ist sehr effektiv. Der Pflanzenspirit stellt Fragen und der Client/Patient antwortet, wie bei einer Gesprächstherapie. Nur dass der Therapeut der Ayahuasca-Spirit ist. Die Stimme war diesmal männlich und klang erstaunlich jung. Ich antwortete auf die Fragen und Ayahuasca nahm dann die Antwort und konstruierte daraus eine neue Frage.

Ich kam immer irgendwann zu dem Punkt, wo ich verstand, worin der Fehler in meinem Denken und somit in meinen Antworten lag. Ayahuasca stellte mir dann frei, wie ich das Problem lösen könne. Mit dem Bewusstsein, das es hervorgebracht hat, oder mit Liebe, dem höchsten aller Bewusstseinszustände. Ayahuasca sagte eindringlich, dass es kein, absolut KEIN, Problem gäbe, dass man nicht mit der göttlichen Kraft der bedingungslosen Liebe lösen könne. Aber es sei der freie Wille eines jeden Menschen, sich dem Licht zuzuwenden, oder der Dunkelheit.

Dann ging die Medizin ganz konkret mit mir ins Gericht. Sie erinnerte mich daran, dass die Seele im Herzen wohnt, das sei der Ort, wo sie sich körperlich manifestieren würde. Die Seele liebt das Licht, denn sie ist Licht und nichts anderes, als göttliches Licht. Ich würde mein Herz zu oft verdunkeln, mit schweren Gedanken und Ängsten um die Menschheit, oder auch um mich selbst, meine Familie, etc.. Lass mehr Licht in dein Herz, so die Ermahnung. Soviel Licht, wie möglich!

Die Seele ist ein Kind des Lichts, nimm ihr nicht das Licht!

Interessant war, wie unbeteiligt mein Ego war. Es hörte zu, verstand auch alles, aber mischte sich nicht ein. Es störte sich an Nichts. Nicht am Gequassel in den Morgenstunden, worauf es sonst immer sehr genervt reagiert hat und es störte sich auch nicht an der ständig offenen Außentür, die kalte Luft hinein ließ. Mein Ego war völlig der Medizin untergeordnet und das zeigte sich auch in der 2. Nacht als großer Vorteil. Kein sich Wehren, kein Kampf – kompletter innerer Frieden. Mein Ego, also mein Beschützer-Ich, hat gelernt, mit der Medizin zusammenzuarbeiten. Es kennt seine Aufgaben und die meistert es sehr gut. Aber es kennt mittlerweile auch seine Grenzen. Vor allem während der Zeremonien.

Erstaunlich war bei diesem Retreat auch, dass ich mich in beiden Nächten nicht übergeben musste, obwohl das Yagé sehr stark war. Ebenso waren die Visionen sehr intensiv. Ich babe vor beiden Nächten zur Medizin gesagt, dass ich diesmal nicht Prozesse Anderer übernehmen werde. Ayahuasca fand das nicht gut und sagte mir das auch. Für mich als Erfahrenen gehöre das mit zu meiner Aufgabe, mahnte sie! Ich sagte der Medizin, dass ich diesmal einfach nicht die Kraft habe. Mein Magen ist seit Tagen übersäuert, wegen des Stresses, und ich brauche jetzt einfach mal Heilung, nur für mich. Das wurde dann akzeptiert, keine Einwände mehr.

Dann begann ich den Fehler, trotzt sehr schönem und erkenntnisreichem Prozess, in den Morgenstunden noch einen 2/3 Becher nachzutrinken. BUMM!! Ayahuasca verpasste mir einen Megaprozess, mit apokalyptischen, chaotischen Visionen, einer sehr starken Energie und komplett unsortierten Gedanken. Dazu kamen Traumphasen, die völlig wirre und nervend waren. OHRFEIGE!!

Die Botschaft war klar und ich bekam es auch gesagt. Das ist für deine Respekt- und Maßlosigkeit. Du hattest einen sehr schönen Prozess und bekamst Antworten auf all deine Fragen. Warum musstest du noch einmal was trinken, wenn nicht aus Gier?

Ayahuasca ist kein Feierabendbier. Es ist Arbeit, auch für mich!

Dann ließ mich Ayahuasca allein mit meinem inneren Chaos. Die Zeremonie war beendet, der Schamane schlafen gegangen und das Team ebenfalls, während ich inmitten eines mächtigen DMT-Peaks war.

Selber Schuld. Ich verstand das und machte das, was ich zu Beginn der Nacht auch schon gemacht hatte. Ich lehnte mich warm eingepackt an die Wand und gab mich all dem hin. Irgendwann musste ich lachen, weil ich meine Dummheit erkannt hatte. Du Idiot, sagte ich mir. Höre auf die Medizin. Wenn sie dir nicht explizit sagt, dass du Nachtrinken sollst, dann trinkst du nicht nach! Als die Sonne aufging, ging ich zu Bett. An Schlaf war aber nicht zu denken, die Energie war immer noch zu hoch.

Nacht #2

Die Medizin war dicker und somit stärker, als in der 1. Nacht. Es war tatsächlich aus derselben Flasche, nur dass der Schamane (der Taita) sie am Nachmittag noch einmal über dem Herd reduziert hatte. Ich trank eine volle Portion und nicht, wie sonst in der 2. Nacht, eine 2/3 Portion. Ich hatte vollstes Vertrauen in die Medizin, den Taita und das Team. Sollte ich verloren gehen, würde ich aufgefangen werden, das wusste ich.

Das Yagé rauschte sehr schnell durch meinen Körper und erweckte zielstrebig mein Drittes Auge. Da wusste ich, es wird eine sehr intensive Erfahrung werden. Wenn sich das Dritte Auge so schnell öffnet, dann wird die 1. astrale Ebene, also die Ebene der Dunkelwesen und niederen Schwingungen, übersprungen und es geht unmittelbar in die „Vip-Lounge“, die Ebene der Seelen und Spirits. Und so kam es auch.

Die Energie stieg stetig an und die Visionen wurden stärker und stärker. Es waren aber nicht die typischen DMT-Visionen, dieses hektisch-grelle „Las Vegas zu Sylvester“, sondern in der Bewegung gemässigte, sanfte Geometrien, von großer Strahlkraft – die typischen Geometrien, die man sieht, wenn Spirits anwesend sind. Insich geschlossene geometrische Gebilde, von erhabener Schönheit und mit klarem Bewusstsein. Man spürt, dass das nicht einfach nur bunte Bilder sind. Man kann mit diesen Lichtwesen kommunizieren. Mir war aber nicht nach Kommunikation. Ich war noch zu müde von der 1. Nacht und gab mich all dem einfach nur hin.

Die Energie stieg und stieg und ich war, wie in (der 3. Nacht) dieser Zeremonie, drauf und dran, abzubrechen, aber eine weibliche Stimme riet mir auch diesmal, im Prozess zu bleiben, da es gut für mich sei. Die Energie sei zwar sehr stark, aber sie ist meine Heilung. Ich blieb tatsächlich drin, in der Energie, gute 1 ½ Stunden!

Zwei Stunden saß ich nur da, erfüllt von unfassbarer Energie und umgeben von Licht und Helferspirits

Energie atmen

Meinen Körper spürte ich nicht mehr, nur noch meinen Atem. Und da machte ich das erste Mal die Erfahrung, wie es ist, statt Sauerstoff, Energie zu atmen. Ich spürte nur noch, wie göttliche Energie durch meinen Rachen in meinen Körper strömte, während ich, um sie aushalten zu können, mein „Einatmen – Ausatmen“ Mantra in Gedanken vor mich hin sagte. Die Energie, die durch meine Lungen floss, hatte was von verdampftem Champagner. Sie war sehr erfrischend und prickelnd, gleichzeitig aber auch elektrisch. Meine Freundin berichtete am nächsten Tag dasselbe. Auch sie hatte es so erlebt, dass sie Energie atmete, statt Sauerstoff.

Jetzt verstehe ich auch, wie wichtig das tiefe Atmen vor einer Meditation ist und warum Feueratmung funktioniert. Auch das kräftige „USCHHH!!“, mit dem der Schamane die Trinkbecherchen vor der Einnahme bespricht, macht jetzt Sinn. Das ist nicht nur ein Ritual, das ist ganz konkretes, energetisches Reinigen. Was ich einatme, das atme ich auch wieder aus – also pure Energie und nicht nur Sauerstoff und Stickstoff. Der ganze Maskenwahnsinn erscheint mir jetzt noch satanischer, als schon zuvor. Die diabolische Elite zwingt den Menschen diesen Dreck nicht auf, weil es angeblich vor Infektionen schützt, das ist längst in diversen Studien widerlegt. Sie machen das, um die Menschen energetisch auf niedrigem Niveau zu halten. Die Energie der Täuschung. Sie darf nicht überschritten werden!

Die letzte halbe Stunde (geschätzt) verbrachte ich komplett ausserhalb meines Körpers in einem weißen Raum. Er hatte die Form eines Eies.

Ich war im Inneren dieses Eies, welches erfüllt war von gleißend hellem Licht. Ich schwebte in der Luft und um mich herum standen Lichtwesen, die mit ihren Händen in meinem Körper herumfuhren.

Es fühlte sich sehr gut an. Ich spürte ihre Liebe und ich hatte keine Angst. Sie fühlten meine Sorgen und sie sagten mir, dass alles, was gerade geschehe, richtig so sei. Es ginge nicht anders. Die meisten Menschen würden erst erwachen, wenn sie einem hohen Leidensdruck ausgesetzt sind, alle anderen seien bereits erwacht. Ich solle in meiner Mitte bleiben und allen, auch denen, die mich anfeinden, mit Liebe begegnen. Alles würde gut werden.

Noch vor Jahresende wird die entscheidende Wendung kommen. Ich solle dem Universum vertrauen!

Ich hatte exakt dasselbe in dieser Einzelsitzung von Ayahuasca gesagt bekommen und auch meine Freundin bekam das so mitgeteilt, allerdings in der 1. Nacht. Jetzt waren es Lichtspirits, vielleicht auch Ausserirdische? Der Schamane sagte während der abschließenden Integrationsrunde, das diesmal auch Ausserirdische anwesend waren und uns bei der Heilung unterstützt hätten. Das hatten wir noch nie. In unseren privaten Zeremonien hatte ich zwar immer wieder Kontakt zu Mantis-Wesen, die man der 12. Dimension zuordnet, aber in den Offiziellen noch nie.

Es folgte eine längere Zeit, wo ich von meiner Kundalini auf sehr angenehme Weise von einem Energie-Hoch zum nächsten gepusht wurde, egal ob ich kniete, lehnte, oder lag. Sie schoss in mächtigen Fontänen durch meinen Körper und verlängerte auf diese Weise meinen Prozess, bzw. löste immer wieder kleinere neue Prozesse aus, mit Visionen und tiefer Verbindung zur Spirit-Ebene und meiner Seele.

Insgesamt wurde in beiden Nächten viel Musiziert und ich durfte in der 2. Nacht zusammen mit dem Schamanen den Raum abschreiten – er gab mir die große Schamanentrommel. Das war sehr schön und meditativ und auch eine große Ehre für mich!

Meine Zeit in dem weißen Raum, mit den Lichtwesen, war ein einschneidendes Erlebnis. Vertraue dem Universum, sagten sie mir. Ich denke oft an sie, sie waren sehr besorgt und voller Liebe. Ich weiß jetzt auch, dass der Drache, bzw. das Schlangenwesen, dem ich beim Ayahuasca immer wieder begegne und das ich als einen Teil von mir identifizierte, nicht meine Kundalini ist, wie ich bislang dachte. Ähnlich wie bei diesem und diesem Retreat, war die Kundalini in der jetzigen 2. Nacht deutlich über meinem bisherigen Limit und dennoch hatte ich keine Begegnung mit dieser Wesenheit, deren Kraft und Präsenz unverkennbar ist. Tatsächlich weiß ich von dieser Wesenheit nicht, wer oder was sie ist!? Aber sie sagt jedes mal, dass sie ein Teil von mir ist und zu mir gehört.

Ich danke der Medizin, dem Schamanen und dem großartigen Team, für diese Erfahrungen!

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