Ayahuasca @ Home


Zwei Nächte Ayahuasca, zu zweit, ohne Schamanen. Wir sind beides sehr erfahrene Ayahuascatrinker, haben schon viele Zeremonien gemeinsam begleitet und gingen zu keinem Zeitpunkt ein Risiko ein.


Nacht #1

Die 1. Nacht war eine typische 1. Nacht, mit mäßiger Energie, mäßigen Visionen und den oft in der 1. Nacht auftretenden Darmkoliken. Mit dem 1. Rapé, nach ca. 4 Stunden absoluter Ruhe, lösten sich die Schmerzen auf.

Relativ schnell signalisierte mir die Medizin, dass ich Nachtrinken soll, obwohl für mich alles stimmte. Das stellte sich aber schon bald als genau die richtige Maßnahme heraus. Kurz nachdem ich 10ml nachgetrunken hatte, war meine Aufgabe, meinen Seelebruder und sehr, sehr guten Freund durch einen intensiven Prozess zu begleiten und das geht am besten, wenn man energetisch auf demselben Level ist. Ich hatte alles da. Blattfächer, Cabassas, Räucherware, Aqua-Florida, Weihrauch und meine schöne Klangschale, die endlos ausklingt. Die Heilarbeit konnte also beginnen.


Meine Energie war durchs Nachtrinken hoch und meine Frequenz auch. Ich nahm dadurch sehr genau wahr, wo mein Freund energetisch disharmonisch war, reinigte ihn (energetisch) und stellte die Harmonie wieder her. Er war anschließend umgeben von (astralem) Licht und wirkte sehr zufrieden. Ohne Ayahuasca kann ich das nicht, weil ich dann die Energien nicht spüre und sehe. Und nur wenn man die Energien genau wahrnimmt, kann man mit oder an ihnen arbeiten.


Mein Thema der 1. Nacht war der Kontakt zu meiner Seele und der war nach diesen 10ml perfekt hergestellt. Da war sie wieder, meine weibliche Hälfte. Meine Seele ist zwar geschlechtslos, aber im Alltag entferne ich mich so sehr von meinem weiblichen Aspekt, bin so sehr Mann, dass sich die Rückbesinnung auf die Seele fast wie eine Geschlechtsumwandlung anfühlt. Aus männlicher Sicht erscheint einem die Seele dann weiblich und aus weiblicher Sicht männlich. Tatsächlich ist sie neutral und umschließt beide Aspekte der göttlichen Dualität, männlich und weiblich.

Ich hatte nicht so intensive Visionen, wie in der zweiten Nacht, aber es gab eine Phase mit silbrig-weißen Schlangen. Ich freue mich ja immer über Schlangen. Auch eine kürzere goldene Phase hatte ich. Ansonsten sehr viel inneres Licht. Regelrecht in Licht gebadet habe ich die ersten zwei Stunden. Auf das 5-MeO-DMT im Chaliponga ist Verlass.


Nacht #2

Die zweite Nacht war merklich anders. Obwohl wir beide aus Vorsicht weniger getrunken hatten, da wir ja bereits MAO-Hemmer im System hatten und daher die Wirkung schnell zu stark sein kann, war die Erfahrung deutlich intensiver. Mein Thema der zweiten Nacht sollten meine Ängste sein. Ich kam nach ca. 2 Stunden an den Punkt, wo die Energie maximal war. Zugleich waren auch die Visionen maximal. Ich bekam alles gezeigt, was mir Angst macht. Ayahuasca gibt ja keine Ratschläge, sondern konfrontiert einen mit seinem Innersten und das kann man sich dann in Ruhe anschauen. Die Lösung jedoch musst man selber finden. Man kann aber mit dem Ayahuasca-Spirit in einen Dialog treten und eine gemeinsame Lösung erarbeiten.


Die Art, wie mir alles präsentiert wurde, machte mir unmissverständlich klar, dass ich alle meine Ängste selber erzeuge. Ich schiebe es zwar gerne auf die äußeren Umstände, aber tatsächlich generiere ich sie selbst. Ayahuasca ist sehr pragmatisch und arbeitet bevorzugt mit Bildern. Und wieder war die Lösung, in der eigenen Mitte zu bleiben, sich nicht Triggern zu lassen und Gott zu vertrauen. Das klingt so einfach, ist es aber oft nicht. Nach dieser Lehrstunde, wo ich auch wieder beeindruckende Begegnungen mit dämonischen Gestalten hatte, die ich zwar begrüßt, aber ansonsten nicht beachtet habe, wurde gemeinsam Musik gemacht. Zwei lange Episoden mit Schamanentrommel und Cabassas, dazu Icaros aus dem Regenwald. Das war sehr heilsam.


Gegen 0 Uhr, also 7 Stunden nach dem 1. Trinken, nahm ich noch 10ml nach und legte mich hin. Ayahuasca beschenkte mich mit einer wunderschönen Reise durch fremde Welten. Viel Weiß bekam ich zu sehen und viel Gold. Auch sah ich beeindruckende Raumschiffe und Wesen, die aussahen, wie Pflanzengeister. Ich fragte in einer Episode, wem jenes Raumschiff gehört und prompt sah ich diese Wesen. Die Reise dauerte etwa 1 Stunde. Ich blieb die ganze Zeit bewusst, es war also kein Traum. Eher wie Kino, oder Klartraum. Danach gabs einen Abschluss-Rapé und dann ging ich schlafen. Mein Seelenbruder schlummerte bereits tief und fest.


Meine Tigerkatze lag während der gesamten 8 Stunden entweder neben mir, oder auf meinem Brustkorb. Sie genoss offenbar die Energie und schnurrte so laut, wie ich sie nur selten habe schnurren gehört. Irgendwann lagen sogar beide Katzen auf mir drauf, also auch meine scheue, schwarze Katze. Sie sind halt echte Katzen-Schamaninnen 🙂