Ein ganz normaler Kundalini-Morgen VII

Ich wache um 8:15 Uhr auf, nachdem ich vorher geträumt hatte, dass es 8:15 Uhr ist. Ich greife nach meinem Handy, entsperre es und schaue auf die Uhr. 8:16 Uhr.

Die Energie ist omnipräsent, von den Fußsohlen, bis zum Scheitel und die Wirbelsäule vibriert sanft bei geschätzt 70 Hz (Ich bin u.a. Toningenieur und kenne mich mit Frequenzen gut aus).

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Sanft strecke ich alle Gliedmaßen, die wie erstarrt erscheinen und geb mich den Schwingungen hin. Sofort falle ich wieder in einen Traum und wieder ist es kein normaler Traum, sondern von so beeindruckender Realität und Plastizität, wie ich es nur von Klarträumen, oder von Astralreisen her kenne. Alle Träume der Nacht waren so – zwei waren klassische Klarträume, wo ich bewusst in das Tramgeschehen eingriff, aber nur subtil, die anderen waren ohne das Bewusstsein dass ich träume, aber vom Bewusstsein dass das nicht die Welt ist, in der ich normalerweise existiere, was für Astralreisen spricht.

Nach dem morgendlichen Traum am Meer, wache ich erneut auf und bin immer noch in einer Wolke aus Energie und sanften Vibrationen – völlig benommen zudem, die Augenlieder schwer wie Blei und das nach geschätzten 8 ½ Stunden Schlaf! Ich gehe alle Träume durch, die ich erinnere, immerhin sechs Stück. Die meisten erinnere ich detailliert und mir blieb besonders einer der späten in Erinnerung:

Ich sitze in einem nur von Kerzen beleuchteten Raum zusammen mit meinem Seelenbruder S. und einer Frau, die ich nicht kenne und die ich nur aus dem Augenwinkel wahrnehme. Sie fragt, was sie machen könne, ihre Kerze will nicht so richtig leuchten. S. nimmt ihre Kerze, löscht die Flamme und bröselt Mapacho-Tabak in den flüssigen Wachs. Dann steckt er sie wieder an und siehe da, sie brennt mit stolzer, klarer Flamme. Die Frau fällt unmittelbar in eine Trance, stöhnt leidend und flüstert immer wieder „en mao, en mao“.

Ich kenne solche Prozesse vom Ayahuasca und auch von Rapé-Zeremonien. Es sind tiefe Meditationen, wo wir von unserem Unterbewusstsein geleitet werden. Trancen, in denen wir tief vergrabene Traumata noch einmal durchleben und sie dadurch heilen.

Ich werde wach, aber nach wie vor höre ich das Flüstern der Frau: „en mao, en mao“. Ich bemühe mich, nicht zu denken und versuche die Stimme zu orten. Sie kommt eindeutig aus meinem Rachen, aber ich spreche nicht. Das weiß ich zu 100%, dass ich nichts mache, absolut nichts!

Etwas flüstert aus mir heraus, „en mao, en mao“. Als ich telepathisch frage, was das bedeutet, hört das Flüstern auf.

Die Suche im Internet ergibt nichts Sinnvolles. „en mao“ bedeutet auf Spanisch „In Mao“. In der Nicholls State Univerity in LA gibt es eine Informations-Wissenschaftlerin mit dem Namen Dr. En Mao. Macht für mich auch keinen Sinn, es sei denn, ich bin auf meiner Reise ihrer astralen Entsprechung begegnet (was theoretisch möglich ist). Dann gibt es ein Containerschiff mit diesem Namen und ein Dailymotion-User nennt sich auch so. Keine heiße Spur dabei. Sollte es ein Spirit gewesen sein, die teilen sich gerne flüsternd mit, dann soll er bitte nächstes Mal Klartext reden, denn im Interpretieren bin ich nicht sehr erfahren. Noch dazu in einer mir fremden Sprache 😉

Nach einem letzten Traum schaffe ich es endlich um 8:50 Uhr aus dem Bett zu kriechen – direkt auf die Yogamatte, wo ich meine morgendlichen Dehnungsübungen mache. Erst jetzt werde ich richtig wach. Als ich zum Beginn der Übungen noch auf dem Rücken liege, spüre ich nach wie vor die Vibrationen.

Dieser letzte Traum war besonders lustig und surreal:

Ich komme mit meiner Freundin von einem Fest und wir laufen durch einen Wald. Wir passieren einen langen Holztisch, auf dem abgebrochene Äste eines Birnbaumes liegen. Da die Äste Früchte tragen, essen wir von ihnen. Die Birnen sind klein, aber sehr saftig. Plötzlich springt ein Mann aus dem Gebüsch hervor. Er hat zerzauste, graue Haare und eine knubbelige Nase, wie eine Kartoffel. Er sagt, er sei der König von Lee (ausgesprochen Leh) und wir dürfen von den Birnen nicht essen, die würden ihm gehören – dabei schaut er streng zu meiner Freundin, die ihn aber nicht ernst nimmt. Dann wendet er sich an mich. Ich müsse mich bereit halten und heute Abend die königlichen Häsinnen besteigen. „Wieviele sind es denn?“ frage ich. „Zehn“, antwortet er. „Dann muss ich jetzt viele Birnen essen!“ Er gestattet es mir und wir essen weiter von diesen wirklich köstlich schmeckenden Birnen. Dann werde ich wach.

Der Traum war, wie die anderen, von großer optischer Schärfe und Plastizität. Und den köstlichen Geschmack dieser tomatengroßen Birnen werde ich so schnell nicht vergessen!

Es ist ein schöner Kundalini-Morgen. Die Sonne scheint durch die Dachfenster in mein Gesicht, die Katzen sind extrem anhänglich, auch noch auf der Yogamatte und während ich mich strecke und dehne, rekapituliere ich alle nächtlichen Erlebnisse.

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Es waren andere Welten, die ich besucht hatte, mit wundervollen Begegnungen. Wartet wirklich eine Neue Erde auf uns, wie viele Esoteriker behaupten? Dann liebes Universum, lasse sie bitte so sein, wie in meinen nächtlichen Reisen. Vor allem lass die Menschen so sein, voller Liebe und mit offenen Herzen!