Gespräch mit Lucifer II

Es ist ein eher ruhiger Kundalini-Morgen. Alles, was ich spüre, ist die all-morgendliche hohe Vibration.

Ein Nachglühen des gestrigen Sonntags, wo ich ein extremes Kundalini-Erlebnis hatte. Ich hatte 10ml von meinem Steppenraute-Auszug eingenommen, dazu 1 Hitzestufe Sativa im Vaporizer, und mich dann in die Meditation begeben. Die Energie war über Stunden so stark, dass ich immer wieder tief durchatmen musste, während ich in goldenem Licht badete. Am Abend war immer noch viel von dieser Energie zu spüren, dennoch konnte ich gut ein- und auch durchschlafen.

Jetzt liege ich, die hohe Vibration spürend, entspannt auf meiner Yogamatte und strecke meine Wirbelsäule. Meine Kundalini fordert mich förmlich dazu auf. Ich habe Fragen, von denen ich denke, dass nur Erzengel Lucifer sie mir wird beantworten können.

Ich: Ich bitte dich, Erzengel Lucifer, um Kontaktaufnahme. Ich habe einige Fragen und hoffe auf Antworten von dir.

Was ist der Stand der Dinge?

L: Es gibt Licht und es gibt Dunkelheit.

Ich: Was überwiegt?

L: Es hält sich im Idealfall beides im Gleichgewicht.

Ich: Ich kann den Idealfall im Moment nicht erkennen?

L: Zur Zeit überwiegt die Dunkelheit.

Ich: Was ist dein Anteil an dem Geschehen?

L: Ich halte den Pol. Ich sorge dafür, dass sich die Liebe nicht zu schnell ausbreitet.

Ich: Warum?

L: Das ist meine Aufgabe. Alles begann mit der Dunkelheit. Dann kam Gottes Liebe und schuf das materielle Universum. Er schuf es, damit seine Kinder, die Seelen aller Lebewesen, lernen können.

Ich: Wozu braucht es die Dunkelheit?

L: Die Dunkelheit verhindert ein zu schnelles Ausbreiten der Liebe. Gottes Liebe ist die stärkste aller Energien. Meine Aufgabe ist es, ihr Ausbreiten zu verlangsamen, damit die Seelen Zeit haben, zu lernen.

Ich: Du wirst Lucifer genannt, Engel des Lichts.

L: Das Licht ist Gott. Ich bin derjenige, der es sichtbar macht. Erst im Dunkeln siehst du das Leuchten der Kerze. Ich bin die Dunkelheit, die dem Licht Raum Raum gibt, sich zu entfalten.

Ich: Bist du kein Erzengel und somit ein Lichtwesen?

L: Alles ist Bewusstsein, ist Licht. Aber ich halte mein Licht, meiner Bestimmung entsprechend im Verborgenen.

Ich: Du hast Satan erschaffen, was genau ist seine Aufgabe?

L: Er hat exakt die Aufgaben, welche die Menschen, die an ihn glauben, ihm geben.

Ich: Wo nehmen die Menschen, die an ihn glauben, all ihren Hass her?

L: Alle Seelen entspringen der Dunkelheit. Im Laufe ihrer Entwicklung, ihrer Inkarnationen, streben sie zunehmend zum Licht und werden irgendwann zu Licht. Sie kehren dann zur Quelle zurück, oder werden selber zu Göttern. Die dunklen Seelen auf der Erde sind junge Seelen, die noch weit weg sind vom Licht. Ihre Schwingung ist sehr viel niedriger, als die der lichtreichen Erden-Seelen. Daher fühlen sie sich stark mit allem Materiellen verbunden. Materie, Geld, Macht sind die Dinge, die ihrer niedrigen Schwingung entsprechen. Diese Seelen sind so, weil sie nicht anders können.

Ich: Werden sie irgendwann anders können?

L: Wenn sie genug Licht aufgenommen und dadurch ihre Schwingung erhöht haben. Dieses Licht können ihnen aber nur andere Seelen zukommen lassen, durch Liebe und Zuwendung. Tragischerweise verhalten sich die dunklen Seelen aber so, dass niemand sie liebt. Eine Seele, die keine Liebe erfährt, schwingt sehr niedrig und versucht alles, um in eine höhere Schwingung zu kommen, also, um geliebt zu werden. Und wenn sie dann feststellen, dass sie zwar keine Liebe bekommen, aber dafür Ansehen und Respekt von den Anhängern der dunklen Seite, dann klammern sie sich an die. Wie Ertrinkende klammern sie sich an jeden noch so fragwürdigen Strohhalm und füttern dadurch die dunklen Aspekte der Dualität und somit auch die Energie Satan’s.

Ich: Wie kommen sie raus aus dem Teufelskreis?

L: Indem sie jemandem begegnen, der sie bedingungslos liebt, trotz ihrer niedrigen Schwingung. Es ist die Aufgabe der Lichtseelen, die Dunkelseelen mit Licht zu infizieren, wenn du so willst. Viele Lichtseelen können das aber nicht, weil auch sie noch nicht gelernt haben, bedingungslos zu lieben.

Ich: Wie soll man jemanden lieben, der schlecht und grausam ist?

L: Indem man Gott in ihm erkennt. Das Licht der Dunkelseelen ist noch sehr klein, aber selbst dieses kleine Licht ist Gott.

Ich: Bist du Lucifer? Du klingst wie Jesus.

L: Namen spielen keine Rolle. Ich bin ein Baum und Bruder Michael ist ein Baum. Und zwischen uns haben wir ein Seil gespannt auf dem die Menschenseelen balancieren. Wenn zu viele auf der einen Seite des Seils balancieren, kommen sie ins Straucheln, weil die Dualität ins Ungleichgewicht gekommen ist. Gleichzeitig fällt es denen, die auf der entgegengesetzten Seite balancieren, leichter voran zu kommen, weil das Seil dort jetzt straffer ist.

Wie ich schon einmal sagte. Die einen können nur deshalb schneller aufsteigen, weil sich genügend andere bereit erklärt haben, die andere Seite des Bootes zu wählen, bzw. des Seils, um bei dieser Metapher zu bleiben. Jesus‘ Aufgabe war und ist es, die Menschen auf die Lichtseite des Seils zu bringen, Satan wiederum zerrt auf der anderen Seite. Ich halte das dunkle Ende des Seils, Bruder Michael das lichte Ende. Es ist wichtig, dass das Seil immer gleichmässig gespannt ist. Das ist die Dualität. Dualität strebt immer maximale Harmonie an. Wir Erzengel sind die Kräfte, die die Balance halten, um maximale Harmonie herzustellen.

Ich: Von Harmonie kann aber zur Zeit keine Rede sein.

L: Weshalb viele Lichtkräfte gerade alles tun, um die gestrauchelten Seelen wieder zum Licht zu führen.

Ich: Wie konnte das Dunkle so viel Macht erlangen?

L: Es sind die Kriege der Menschen, die extremes Leid und somit Dunkelheit erschaffen haben und weiterhin erschaffen. Diese Energie ist da, sie ist konkret da, man kann sie nicht einfach wegleugnen. Sie wurde von den Menschen erschaffen, füllt das energetische Umfeld der Menschen und hat großen Einfluss auf ihr Handeln. Besonders auf das der schwachen Seelen. Und ich spreche nicht nur von den jüngsten Kriegen. Ich spreche von den Kriegen der letzten 5000 Jahre. Je jünger eine Seele ist, also je mehr sie noch dem niedrig schwingenden Teil der Dualität zugewandt ist, umso anfälliger ist sie für niedrig schwingende Energien. Jeder Krieg bedeutet ein nach unten Biegen des dem Dunklen zugewandten Teils des Seils, sodass schwache Seelen ins Straucheln kommen.

Ich: Aber die jetzigen Verbrechen an der Menschheit schaffen nicht weniger Elend und Schmerz, als es die Kriege der Vergangenheit getan haben?

L: Es ist alles eine Folge des energetischen Ungleichgewichts, in welches sich 5000 Jahre Menschheit hinein manövriert hat.

Ich: Warum hat das Universum nicht schon viel früher eingegriffen, warum wird die Lichtseite erst jetzt aktiv?

L: Die Lichtseite hat schon oft eingegriffen, unsichtbar für die Menschen. Sie greift auch diesmal unsichtbar für die Menschen ein. Es werden Dinge geschehen, die die Menschen davor schützt, sich abermals selbst auszurotten, denn das hätten sie schon längst mehrmals getan, hätte die Lichtseite nicht eingegriffen.

Ich: Ich verstehe das ganze grausame Spiel nicht. Seelen als Spielball des Universums. Ist Gott Sadist?

L: Hat Gott diese wundervolle Erde mit ihren prächtigen Meeren und Wäldern geschaffen, weil er ein Sadist ist? Gott gibt jeder Seele, jedem Ableger seiner selbst, die Chance, selbst zu einem Schöpfergott zu werden. Aber dazu braucht es Vorbereitung – die Schule des Lebens ist diese Vorbereitung. Die Seelen lernen, verantwortungsvoll mit Macht umzugehen. Und alle, die derzeit beweisen, dass sie nicht verantwortungsvoll mit Macht umgehen können, werden die Runde erneut drehen müssen. Du weißt, wie Enten ihren Küken das Schwimmen beibringen? Sie werfen sie ins Wasser. Betrachte das Leben als das Wasser, in dem du Schwimmen lernen sollst.

Ich: Ich ertrage aber die anderen Küken nicht, oder zumindest einen Großteil von ihnen. Sie sind blind und schwimmen immer wieder gegen Äste, die im Wasser liegen.

L: Erinnere dich an die Äste, die du in der Vergangenheit gerammt hast. Und auch dir werden wieder Äste begegnen, die dich herausfordern. Dein Wasser, dass du dir geschaffen hast, ist ruhig, weil du in vertrauten Bahnen schwimmst. Jeder bekommt das in den Weg gelegt, was er bewältigen kann. Die einen scheitern bereits an dünnen Ästen, andere erst an Baumstämmen. Schaue nicht auf die herab, die an dünnen Ästen scheitern, sondern konzentriere dich auf das, was dich erwartet. Du bist viel zu sehr beschäftigt, zu schauen was andere machen.

Ich: Weil sie unmittelbaren Einfluss auf mein Leben haben. Ich muss ihre Suppe mit auslöffeln.

L: Betrachte es als Herausforderung.

Ich: Herausforderung für was?

L: Schule der Gelassenheit.

Ich: Ich danke dir und muss das jetzt erstmal sacken lassen.

Was ist automatisches Schreiben/Channeling?

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