Große vs. Kleine Dualität

Ist Dualität nicht gleich Dualität? Große – Kleine, hab ich was versäumt?

Ja, fand ich auch zuerst verwirrend, aber der gestrige, morgendliche Download – also jene Vorträge, in welchem mein höheres Selbst die Hilflosigkeit des Halbschlafes ausnutzt, um mir Dinge zu erklären, von denen es meint, dass ich sie wissen müsse – erklärte es so:

Alles was ist, ist dual. Heiß–kalt, hell–dunkel, schnell–langsam, positiv–negativ, Materie-Antimaterie, etc.

Aber das ist nur das, was wir als menschliche Spezies, als 3D-Model im Spielemodus der universellen Gaming-Show wahrnehmen, das ist die KLEINE Dualität. Doch da endet Dualität nicht! Der wichtigste duale Aspekt, die GROßE Dualität bedeutet:

Nichts vs. allem was nicht Nichts ist!

Bevor Gott dieses Universum erschuf, also im unmittelbaren Moment davor, war Nichts – was folglich Gott ist. Gott ist alles was ist und somit auch alles was nicht ist, es ist das Potential, die Energie, die alles ermöglicht. Somit ist auch das Nichts ein aktiver Zustand mit dem höchsten Potential an Schöpfer-Energie, die möglich ist, mehr geht nicht. Das göttliche Nichts enthält alle jemals entstandenen und zukünftig entstehenden Universen. Dem göttlichen Nichts gegenübergestellt ist die Schöpfung, das Materielle, aber auch Nichtmaterielle (Astrale). Auch hier spannt sich somit ein duales Spannungsfeld auf. Auf der einen Seite das göttliche Nichts mit dem energetischen Potential von Allem, was je sein wird, und auf der anderen Seite alles bereits Geschöpfte, also alle Universen und die darin lebenden Wesen.

Was war der Schöpfungsakt, fragte ich meine innere, etwas penetrant wirkende Vortragsstimme? Die Antwort. Gottes Atem!

Jeder Ausatmer ein Universum

In dem Moment erinnerte ich, das es eine Lehre gibt, oder eher einen Mythos, wonach der Schöpfungsakt das Ausatmen Gottes ist. Jeder Ausatmer erschafft ein neues Universum. Demnach muss es unzählige geben.

Doch was atmet Gott ein, fragte ich?
Keine Antwort. Schade.

Was auch immer er einatmet, um dann anschließend beim Ausatmen Universen zu zeugen, es muss von unvorstellbarer Energie sein.

Ich stimme diesem Bild der großen Dualität nicht zwangsläufig zu, mir klingt das zu naiv. Ein Gott, der atmet? Nun, bestimmt meinte es mein höheres Selbst anderes. Ich denke, Gott ist reines Bewusstsein und Gottes Atem ist ein Gedanke, eine Vision. So wie wir beim Einschlafen (meist unbewusst) Bilder erfinden, so erschafft das göttliche Bewusstsein Welten. So wie wir in unseren Träumen alles als „real“, fest und dinglich empfinden, obwohl es nur eine Illusion ist, so sind auch die erschaffenen Welten (Universen) Illusionen. Gottes Illusionen.

Das wiederum erinnert mich an eine andere Lehre, die des Gottes Vishnu. Vishnu träumt die Welt – auch das, ein dualer Vorgang. Schlaf vs. Wachsein. Träumen vs. Nichtträumen.

Vishnu träumt die Welt

Der einzige Moment, der frei von jeglicher Dualität war, war der Moment vor der allerersten Schöpfung, als Gott nur das Nichts war, das reine Potential.

Und dennoch ist der reine Schöpfungsakt unvollständig, da ihm die Informationen fehlen. Doch dafür hat Gott ja uns, wir fügen der Schöpfung die Informationen hinzu. Durch unsere Erfahrungen, unsere Emotionen, unsere Träume und Illusionen.

Und natürlich passt auch dass wieder in eine längst bekannte Lehre, die besagt, Gott erfahre seine Schöpfung durch uns. Was aber wiederum nur geht, wenn sein Bewusstsein und unseres Eins sind. Denn

Erfahren kann man nur durch bewusstes Erleben, nicht durch erzählt bekommen.

Wir sind Gottes Atem und gleichzeitig Gottesbewusstsein, auch wenn sich die meisten dessen nicht bewusst sind.

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