Hypnagogie-Report vom 22.02.2021

Mein Bewusstsein erwacht aus einem Traum und ich lasse, wie immer, die Augen geschlossen. Mein Körper ist schwer wie Blei und ich fühle ihn kaum. Ich versuche mich an den letzten Traum zu erinnern, doch dazu kommt es nicht.

Es baut sich ein glutroter Raum vor meinem inneren Auge auf, der sich langsam mit Mustern füllt. Meine Kundalini ist am Anschlag – ich koche innerlich. Gleichzeitig ist mein Drittes Auge weit offen. Es fühlt sich an, als wären meine physischen Augen geöffnet, die aber sind hinter einer dich anliegenden Schlafmaske geschlossen. Meine Stirn pocht und schickt schwache Lichtbeams in den Raum.

Die Hitze ist sehr stark, gleichzeitig fühlt sich meine Körpertemperatur normal an, weder schwitze ich, noch habe ich ein fiebriges Gefühl, es brennt lediglich dieses innere Feuer. Die Muster wechseln relativ schnell und erinnern an mikroskopische Geißeltierchen und Korallen. Der rote Raum wiederum ist unterlegt mit heiligen Geometrien, auch die Blume des Lebens ist schwach zu sehen, sie bildet den Hintergrund für das Schauspiel im Vordergrund.

Dann wechselt die Szene. Statt heiliger Geometrien und Unterwasserwelt schaue ich in einen leeren, weisser Raum. Eigentlich eher das Modell eines Raumes. Dieser Raum füllt sich langsam mit sonderbaren Dingen, kunstvoll geschmückten Gegenständen, auch Figuren, oder Puppen. Sie sind überzogen mit Silberkunst, tragen zum Teil rote Gewänder, einige bewegen sich, als würden sie tanzen. Es kommt immer mehr Silber zum Vorschein, schließlich ist der Raum nicht mehr Weiss, sondern Silber, mit Wänden aus kunstvoll geschmiedeter Silberkunst. Davor weiterhin diese Figuren, die jetzt stillstehen.

Wieder ändert sich alles von Silber zu Gold. Der Wechsel beginnt mit einer kleinen, gelben Fläche, die sich in Gold verwandelt. Dann folgen immer mehr Gegenstände der gelben Fläche und im Nu ist der ganze Raum aus Gold. Die Figuren sind verschwunden, stattdessen Goldkunst. Es sieht aus, wie in Aladdins Schatzhöhle.

Die Goldphase ist nur kurz. Jetzt wird es dunkel. Ich blicke in einen dunklen, indigoblauen Raum, der sich langsam mit fraktalen Geometrien füllt. Die Unterwasserwelt ist auch wieder da, nur dass die Geißeltierchen und Mikroben jetzt nicht aus dunklem Violett sind, sondern aus sehr dunklem Blau, zum Teil Schwarz.

Ein letztes Mal wechselt die Farbe, jetzt ist dunkles Grün dran. Mit dem Grün fängt alles an „auszufransen“. Die Geißeltieren und Muster werden pixelig. Wie ein Gemälde von van Gogh, dem niederländischen Maler, wobei die Farbtupfer sehr viel feiner sind, als auf seinen Gemälden.

Dann zerfällt alles. Als würden die Muster und Unterwassertierchen aus Sand bestehen, zerfallen sie vor meinem inneren Auge. Es tritt Ruhe ein. Auch die Kundalini lässt nach, was sehr wohltuend ist. Ich verlasse das Bett und kühle mich ab, indem ich barfuss über den Boden laufe.

Als ich vom Körpergefühl her im Normalzustand angelangt bin, gehe ich wieder ins Bett. Ich lege mich auf den Rücken, was unmittelbar die Kundalini triggert. Sie verursacht aber diesmal nur ein Wärmegefühl in der Stirn, ansonsten ist sie als sehr sanfte, wattige Energie zu spüren, kein Kochen, kein Schieben, kein Drücken.

Das Dritte Auge öffnet sich abermals. Wieder fühlt es sich an, als wären die physischen Augen geöffnet und wieder ruhen die geschlossen hinter der Schlafmaske. Es stellt sich ein Dunkel-Violetter Raum ein, durch den hellgraue Schlieren ziehen. Ich wage den Versuch einer Kommunikation, denn Schlieren in Trancen oder hypnagogen Phasen deuten auf die Anwesenheit von Spirits hin.

Ich frage, ob mir jemand sagen kann, wer der Junge in dem Traum vorletzte Nacht war?

Antwort (per induziertem Gedanken): Das wars du, dein höheres Selbst.
Frage: Warum ein Junge?
Antwort: Du bist eine junge Seele.
Frage: Wer waren die großen, weissen Wesen neben dem Jungen?
Antwort: Begleiter.
Frage: Wer ist der weibliche Spirit, der mich bei den Ayahuasca-Zeremonien oft besucht und anleitet?
Antwort: Ayahuasca.
Frage: Der Ayahuasca-Spirit ist weiblich?
Antwort: Nein, Spirits haben kein Geschlecht. Das ist nur deine Wahrnehmung.

Ich bedanke mich für die Antworten. Das Dritte Auge schliesst sanft und nicht wie so oft, mit einem spürbaren Ruck, als würde jemand einen Schalter umlegen. Dann stehe ich auf und schreibe diesen Bericht.

Es ist 1:59 – ungewöhnlich früh. Körpereigenes DMT wird bei mir sonst zwischen 2:30 und 3:30 ausgeschüttet – und es war eindeutig DMT, dass da gewirkt hat. Ich kenne von meinen vielen Ayahuasca-Zeremonien DMT-Visionen sehr gut und die Dosis dürfte diesmal nicht gering gewesen sein.

Auch die Dauer von ca. 20 Minuten lässt darauf schließen. Silber, Gold und Kunstwerke sind typisch für 5-MeO-DMT, Muster, Unterwasserwelt und Geißeltierchen wiederum für N,N-DMT. Die verschiedenen Farben präsentierten die verschiedenen Chakren, die der Reihe nach aktiv waren.

Rot: Wurzelchakra. Quelle der Kundalini
Weiss, Silber, Gold: Kronenchakra. Verbindung zur Spiritwelt
Indigoblau: Nacken/Kehlkopf-Chakra
Grün: Herzchakra
Violett: Stirnchakra oder Dritte Auge

Wir sehen, es muss nicht unbedingt der Reihe nach gehen 🙂

Das körpereigene Drogenlabor hat alles gegeben, ich war diese Nacht maximal illegal 😀

Unterstützt wurde das Ganze durch die starke Energie der Kundalini. Eventuell ist es sogar sie, die meine Nerven dazu veranlasst, DMT zu produzieren, denn das wird in den Nervenzellen produziert, wie man mittlerweile weiss.