Klartraumbericht vom 05.02.2022

WILDwasser

06:30 Uhr, Zeit die Katzen zu füttern und sich anschließend wieder hinzulegen.

Ich liege auf dem Rücken und konzentriere mich auf mein Drittes Auge, den Punkt zwischen den Augenbrauen. Es kommen Bilder von verhangenem Himmel auf. Dann schimmert ein kleines Lichtlein hindurch und schließlich die Sonne. Erst milchig, dann blendet sie regelrecht. Boom, das Dritte Auge ist offen. Alles hellt sich auf, trotz dichter Schlafmaske.

Aus den Sternen um mich herum werden Reflektionen, Reflektionen auf Wasser. Jetzt schaue ich aus erhöhter Perspektive aufs Meer. Es ist ruhig. Ich möchte wildes Meer und lasse die Wellen meterhoch werden. Wilde Nordsee, so kenne ich sie aus meiner Jugend, wo wir oft an der Nordsee waren – mein Herzensmeer ist die Nordsee.

Wilde Nordsee

Noch bin ich in der hypnagogen Phase, spüre meinen Körper im Bett liegend. Ich visualisiere, wie ich mich vom Strand her dem Meer nähere und beschließe noch etwas zu warten, bis ich aus den sehr realistischen Bildern einen Klartraum werden lasse. Auch ist das Meer zum Baden zu unruhig, also besänftige ich es wieder.

Dann beschließe ich hinein zu gehen. Sobald ich das kalte Wasser spüre und dessen Nässe, bin ich zu 100% im Klartraum. Es ist fantastisch, endlich wieder im Meer baden! 23 Monate nachdem die Corona-Faschisten mir auch das genommen hatten, kann ich wieder ans Meer und mich der Reinigung des heiligen Wassers hingeben. Ich tauche mit offenen Augen und studiere den Seetang, den weissen Sand am Grund und zahlreiche Muscheln – alle schneeweiss. Ungewöhnlich für die echte Nordsee, aber in meiner Traumnordsee möchte ich es so. Ich tauche auf und schaue in einen blauen Himmel. Die Sonne ist nicht einfach nur eine helle, gelbe Kugel, sie ist ein leuchtender Spiralnebel, an dessen rechter Seite ein kleinerer, roter Spiralnebel zu sehen ist.

Dann kreuzt ein schneller, aggressiver Schwimmer meine Bahn und rammt mich. Ich erschrecke und werde wach.

Ich stelle fest, dass mein rechter Arm so stark eingeschlafen war, dass er schon komplett taub ist. Hat mein Unterbewusstsein mich deshalb aus dem Traum geholt? Möglich ist das. Auf jeden Fall war dieser kurze Klartraum erneut eine Überraschung, denn WILD ist nicht wirklich meine Spezialität. Aber es scheint, dass das Dritte Auge der Schlüssel für erfolgreiches WILDen ist, weil es einem so ultra realistische Bilder schenkt, in die man dann sehr leicht einsteigen kann.

Ich stehe auf, erwecke meinen Arm wieder zum Leben und ziehe mir etwas Wärmeres an. Ich denke mir, versuche es nochmal. Und wieder klappt es. Konzentration aufs Dritte Auge, unverkrampftes Abwarten der Hypnagogien und dann Einstieg in den Traum. Wieder das Meer, wieder die Spiralsonne mit der roten Nachbargalaxie. Aber diesmal reicht die Traumkraft nicht. Ich mache ein paar Schwimmbewegungen im erfrischenden Nass und werde wach. 09:00 Uhr, reicht auch.