Klartraumbericht vom 08.10.2018

Klartraum – OBE – Klartraum

Nach 1 ½  stündigem Versuch einzuschlafen und kurzen Phasen des Dösens, schlafe ich endlich richtig ein. Die Countdown-Methode hat mir dabei geholfen, ich zählte von 98 runter. Die letzte Zahl, an die ich mich erinnere, ist die 67. Der Grund für die Schlaflosigkeit war ein anhaltender, stark energetischer Zustand, hervorgerufen durch meine derzeit sehr aktive Kundalini.

Trübtraum:
Ich bin in einem Gebäude und besuche eine alte Wohnung von mir. Laut Trauminformation ist es meine ehemalige  Wohnung in Neukölln, aber das war eine modern ausgebaute Dachwohnung, die Wohnung jetzt im Traum ist eine Altbauwohnung. Ich schaue mich in der Wohnung um und sehe, dass sie leer zu stehen scheint. Dann verlasse ich die Wohnung und laufe einige Stockwerke hinunter. Unten treffe ich auf einen Jungen, den ich aber nicht zu kennen scheine.

Wie ich im Wachzustand dann erinnere, war es Ali, ein Nachbarjunge aus Neukölln, den ich damals kennenlernte, als er gerade dabei war,  mein Fahrradlicht abzuschrauben
.

Der Junge begrüßt mich freundlich, „Na, auch mal wieder hier?“ Ich antworte, dass mein Neffe jetzt auch nach Neukölln gezogen ist und einen Job sucht, falls er einen wüsste, könne er mir Bescheid sagen. Ich sehe drei junge Leute an einem Imbiss rumwerkeln. „Zur Not würde er auch im Imbiss arbeiten“, sage ich zu dem Jungen. Ich laufe vor das Gebäude und werde aus dem Off mit einem sehr freundlichen „Hallo Sven“ angesprochen. Ich drehe mich nach rechts und sehe meine verstorbene Schwägerin. Ich erkenne der Traumzustand und gehe auf sie zu.

Klartraum:
Ich umarme sie und drücke sie sehr herzlich. Heimlich mache ich noch einen Hand-RC hinter ihrem Rücken – 6 Finger. Ich schaue ihr in die Augen und sage, dass ich mich sehr freue, sie wiederzusehen! Sie würde sich darüber auch sehr freuen, antwortet sie. Wir umarmen uns erneut. Sie fühlt sich warm an, trägt einen braunen Kaschmirpulli und sieht jung aus. Erneut schaue ich ihr in die Augen. Wir lächeln uns beide glücklich zu. Dann verblasst alles und ich werde wach.

Ich erwache in einem sehr energetischen Zustand. Der ganze Körper vibriert leicht und wird von elektrischen Nadelstichen penetriert. Ich versuche einen Arm zu heben, was zwar geht, aber nur sehr mühsam. Es fühlt sich an, als würde mein Körper in zäher Melasse liegen. Es ist eine Schlafparalyse, wenn auch keine hundertprozentige.


OBE (Out of Body Experience):
Da die Schlafparalyse sehr stabil ist und auch einzelne Bewegungsversuche sie nicht unterbrochen haben, beschließe ich einige Versuche in Richtung Out-of-Body zu unternehmen. Als erstes probiere ich den zaghaften Versuch (#1), mich zur Seite zu rollen, was damit endet, dass sich mein Realkörper bewegt. Ich weiß das, weil eine Katze auf meinem Rücken schlummert und bei dem Versuch runterspringt. Dann entspanne ich mich so gut es geht. Die Vibrationen sind anhaltend stark. Ich vergleiche sie mit dem energetischen Zustand der Kundalini und kann zwar Gemeinsamkeiten feststellen, aber dennoch einen markanten Unterschied. Während die Kundalini-Energie sehr fein aufgelöst ist und die Stiche eher an Millionen mikroskopischer Piekser von Kaktushärchen erinnern, ist die Energie der Schlafparalyse grob und die Stiche fühlen sich an, wie hunderte Nadelstiche.

Dann will ich mich gerade wieder auf mein Experiment konzentrieren, als ich feststelle, dass ich neben meinem Bett liege, auf dem Bauch. Ich kann mich nicht erinnern, aufgestanden zu sein und vermute, dass es mein Astralkörper ist. Ich richte mich auf und stehe jetzt mit dem Gesicht zur Tür neben meinem Bett. Die Nadelstiche sind zwar nicht weg, aber deutlich sanfter und feiner, eher wie die Piekser der Kundalini. Ich taste meinen Körper ab. Er fühlt sich leicht an und beim Berühren spüre ich eine watteartige Substanz. Dann stelle ich fest, dass ich nur durch das rechte Auge sehen kann. Ich fordere Klarheit und jetzt klappt‘s auch mit dem linken Auge. Das Zimmer ist dunkel, was es aufgrund meiner lichtundurchlässigen Vorhänge auch sonst ist. Jetzt erst fange ich an, etwas aufgeregt zu werden, weil ich den Drang verspüre, auf mein Bett zu schauen.  Ich drehe mich Richtung Bett und sehe eine dunkle Fläche, aber auch eine Wölbung unter dieser Fläche. Ich wundere mich, weil ich eine helle Zudecke habe, und ich die eigentlich sehen müsste. Im selben Moment bin ich wieder der im Bett liegende Körper, der heftig vor sich hin vibriert.

Ich denke über das Erlebte nach, als mir einfällt, dass ich mir beim ersten Wachwerden zusätzlich meine dunkle Wolldecke über die Zudecke gelegt habe, weil es durch das offene Fenster ziemlich frisch geworden ist. Ich starte den nächsten Versuch (#2) und hebe mit unmerklicher Kraft den rechten Arm. Mein echter, rechter Arm liegt weiterhin unter der Decke, der angehobene ist offenbar die astrale Entsprechung, sie fühlt sich auch anders an. Der astrale Arm fühlt sich echter an, als der Rest des Körpers, weil er eben nicht piekst und vibriert. Ich überlege, was ich mit dem Arm jetzt machen soll, aber es fällt mir nichts ein. Im selben Moment ist er einfach weg und ich fühle wieder den elektrisch vibrierenden echten Arm.


Nächster Versuch (#3), sich Rausrollen. Die Vibrationen sind anhaltend stark. Mit derselben unmerklichen Kraft, mit der ich den Arm gehoben hatte, versuche ich nach rechts zu rollen, aber stattdessen drehe ich mich um 90 Grad und lande vor dem Kopfende meines Bettes. Es muss das Kopfende sein, weil ich links das Holz meines Bettes fühle und rechts die Wand – das geht nur am Kopfende, weil das Bett ansonsten frei steht. Allerdings sind zwischen Bett und Wand nur wenige Zentimeter, was mich völlig irritiert – wie soll ich dazwischen passen? Mit dem Astralkörper geht das offenbar. Nur wenige Sekunden später bin ich wieder das vibrierende Etwas unter zwei Decken. Inzwischen hat sich auch die Katze wieder auf meinen Rücken gelegt.

Da die Schwingungen ungebrochen stark sind, probiere ich weiter. Beim nächsten Versuch (#4) will ich mir gerade vorstellen, dass ich aus meinem Bett schwebe, da stehe ich bereits senkrecht auf meiner Mattratze. Wow, denke ich, das ging aber zackig – allerdings kann ich nichts sehen. Ich stelle mir vor, ich würde senkrecht nach oben fliegen und im selben Moment geht’s nach oben, durch die Zimmerdecke und raus in die kühle Nachtluft (Dachwohnung mit Flachdach). Ich schwebe knapp über meiner Wohnung, weiter habe ich mich nicht getraut. Die Luft ist kühl und von Sicht nicht die geringste Spur. Ich fordere Sicht und das Schwarz um mich herum wird zu Dunkelblau, auch sind einzelne Lichtflecken zu erkennen, die ich aber keinen konkreten Ursachen zuordnen kann. Dann denke ich kurz an meinen im Bett liegenden Körper und bin imnu wieder unter meiner Decke mit der Katze auf dem Rücken. Die Vibrationen sind immer noch sehr stark. Ich muss auf Toilette und zwinge mich, komplett wach zu werden. Es dauert ein wenig, bis sich die Paralyse auflöst und ich gehe mit meinem, sich immer noch elektrisch anfühlenden Körper, zur Toilette.

Zurück im Bett geht’s sofort wieder los, mit dem Gefühl elektrischer Energie, wenn auch nicht mehr so stark. Vermutlich ist es diesmal die Kundalini, zumal es sich auch feiner anfühlt. Ich wähle wieder die Countdown-Methode und lande sehr schnell in einem hypnagogen Zustand.


WILD (Klartraumtechnik):
Ich schaue in eine Bootskajüte, in der sich drei Leute befinden, die sich unterhalten. Obwohl sich das Bild noch nicht richtig aufgebaut hat und milchig ist, versuche ich den Eintritt in den beginnenden Traum, was mir auch sofort gelingt. Ich laufe durch die milchige Kajüte, entschuldige mich bei den Leuten, die ich etwas ruppig zur Seite dränge, weil es dort sehr eng ist und betrete eine Terrasse. Draußen klart alles auf, der Traum hat seine volle Gestalt angenommen.

Ich sehe, das es keine Kajüte ist, sondern ein kleines Holzhäuschen mit einer Terrasse davor. Das Wetter ist sonnig und mild. Ich springe von der Terrasse, um zum Flug anzusetzen, als ich sofort nach unten sinke und kurz über dem Boden anhalte. Ich starte dennoch den Flug und schwebe jetzt, unmittelbar über einer satten, grünen Wiese, einen langsamen Gleitflug. Ich fliege so tief, dass ich die Grashalme der Wiese fühle, wie sie an meinem Körper und meinem Gesicht entlang streifen. Es kitzelt sogar etwas.

Ich fliege an einer Bungalowsiedlung vorbei, ein Haus sieht aus, wie das andere, nur unterbrochen durch Hecken. Irgendwann hören die Häuser auf und ich gelange an eine große Wiese, die rechts eine Baumallee hat, die sie zur Siedlung abgrenzt und zu mir hin von einem Graben mit Buschwerk abgegrenzt wird. Ich biege nach rechts über diese Wiege und fliege diesmal in ca. 2-3 Metern Höhe. Am Ende der Wiese sind erste Häuser einer Ortschaft zu erkennen. Als ich dort hingelange, ist es eine Fußgängerzone. Mir kommen mehrere Leute entgegen, u.a. eine bayerisch gekleidete Frau auf dem Fahrrad. Da ich sehr tief fliege, muss ich ausweichen – sie hingegen sieht mich gar nicht. Ich lande und schaue mich um. Eine alte Frau schaut mich mit großen Augen an. Ich frage sie, wie der Baum heißt, den ich vor mir sehe, ich habe so etwas noch nie gesehen, eine Mischung aus Palme und Nadelbaum. Sie antwortet nicht und geht weiter.

Dann versuche ich einen erneuten Flug und starte senkrecht in die Höhe, was auch easy funktioniert. Ich erreiche eine Hausbalustrade und fasse alles genau an, um zu stabilisieren. Ich spüre Dreck an den Fingern, sauber ist es dort oben nicht. Ich folge fliegend der Balustrade, die mich in eine große Markthalle führt. Ich fliege in ca. 5 Metern Höhe und schaue dem bunten Treiben in der Markthalle zu.

Ein älterer Mann schaut rauf und ruft, was ich dort oben mache. „Fliegen“, antworte ich. Menschen können nicht fliegen, ruft er zurück. „Doch“, sage ich, „in Träumen schon!“ „Menschen träumen nicht!“ erschallt es von unten. Ich antworte ihm, dass viele Menschen verlernt haben, zu träumen und man das ganz einfach wieder lernen kann. Man muss sich vorm Einschlafen das, wovon man träumen will, genau vorstellen und dann träumt man auch meistens davon. Dann werde ich wach.

Als ich erwache, vibriert nach wie vor der gesamte Körper, aber ich bin nicht in der Schlafparalyse. Dennoch sind es die groben Nadelstiche und nicht die feinen Kundalini-Pieckser. Dann schlafe ich schnell wieder ein und habe einen langen Trübtraum.