Klartraum-Bericht vom 22.08.2016

Im Reich der Toten?

Trübtraum:

Ich bin in einer Ferienanlage an der See und es ist kalt, es schneit sogar, obwohl Sommer ist. Ich sehe eine Stelle, wo die Sonne scheint und einer, der in der Anlage arbeitet, dort mit einem Kollegen steht. Es scheint da deutlich wärmer zu sein, die beiden tragen T-Shirts. Ich versuche dorthin zu gelangen, stelle aber fest, dass man zunächst durch ein tiefes Wasserbecken muss und anschließend über sehr scharfkantige Felsen. Der Mann bekommt das mit und ruft, er würde mir einen geheimen Weg zeigen. Er dirigiert mich weit nach links, weg von dem Wasserbecken. Ich solle dort durchs seichtere Wasser gehen und dann nicht hinter den Felsen entlang oder über die Felsen, wie man vermuten würde, sondern durch eine schmale Schneise zwischen den Felsen hindurch. Ich finde diese Schneise nicht sofort, aber er hilft mir sie zu finden. Ich laufe auf feinem Sand zwischen hohen Felsen hindurch und gelange zu seinem Platz

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Klartraum:

Kaum auf der anderen Seite der Felsen angelangt, werde ich klar. Ich bedanke mich bei meinem Klartraumhelfer und schaue mich um. Es ist sonnig und warm auf dieser Seite und es herrscht eine sehr friedliche Stimmung. Ich gehe zunächst über den Strand, schaue aufs seichte, hellgrüne Wasser und sammle weiße Blütenblätter vom Boden, die dort in großer Zahl herumliegen. Dann schlendere ich zur Promenade, wo ich eine Gruppe junger Menschen sehe. Als ich näher komme, sehe ich, dass es drei Frauen sind. Ich höre eine sagen: „Es soll schneien hab ich gehört?“. Ich schaue sie mir sehr genau an und stelle fest, dass sie alle krank aussehen, sehr blass zumindest, mit tiefen Ringen unter den Augen. Auch sehen alle drei nicht glücklich aus. Eine Frau schaut mich wissend an, sie durchbohrt mich mit einem traurigen, erschöpften Blick. Die kleinste der drei Frauen begrüßt mich dann. Auch sie sieht alles andere als gesund aus, aber sie beginnt zu Lächeln und das bricht mein Schweigen. Ich frage sie, wie dieser Ort heißt, aber sie weiß es nicht und auch die anderen schauen sich fragend an. Dann frage ich, wie sie heißt und sie nennt mir einen skandinavischen Namen. Jetzt möchte ich wissen, wo sie herkommen. Sie kommen alle aus Dänemark. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag und gehe weiter.

Ich schlendere die links mit blühenden Obstbäumen gesäumte Promenade entlang und blicke rechts von mir in lauter kleine Wohneinheiten, die wiederum kleine Gärten haben, in denen Menschen sitzen, teils auf dem Rasen vorm Haus, teils unter hohen, schattenspendenden Bäumen. Frauen, der ganze Ort ist nur von Frauen bevölkert, fast alle sind älter oder schon richtig alt. Immer wenn ich an Menschen vorbeigehe, grüße ich freundlich und frage, wie es ihnen geht. Allen geht es gut, auch wenn sie von der Optik her eher tot aussehen. Eine ältere, sehr freundliche schwarzhaarige Dame, lässt mich einen Blick in ihr Häuschen werfen. Es ist zwar nicht nach meinem Geschmack eingerichtet, aber auf eine individuelle Weise schön und gemütlich.

Dann komme ich zu einer dunkelhäutigen, jüngeren Frau, so um die 40. Sie hat eine Hautkrankheit, ihre Arme und Beine sind übersät mit kleinen, gelben Pocken. Sie ist obendrein tätowiert. Sie ist die einzige, mit der ich ein richtiges Gespräch anfange, wobei ich mich an das Gesagte nicht mehr im Detail erinnere. Ich konzentriere mich die ganze Zeit darauf, ihre Haut zu heilen. Das mache ich durch leichte Berührung. Immer wenn ich mit meiner rechten Hand über ihre kranke Haut fahre, verschwinden die Pusteln. Ich spüre deutlich die Wärme ihrer sich wieder glättenden Haut. Nach und nach befreie ich Arme und Beine von der Krankheit, der Rest des Körpers scheint, so weit ich es beurteilen kann, gesund. Dann sitzt sie plötzlich nackt vor mir und spreizt ihre Beine. Wir haben Sex. Ich hatte mir vorgenommen, das in Klarträumen nicht mehr zu tun, weil mir die Gefahr zu groß ist, davon wach zu werden. Daher höre ich mittendrin auf, entschuldige mich dafür und gehe weiter. Sie wirft mir Schimpfwörter hinterher.

Obwohl ich die ganze Zeit sehr klar bin und zwischendurch auch überlege, welcher Tag ist und ob ich auch wirklich ausschlafen kann, hocke ich mich hin und fahre mit der linken Hand über die Gänseblümchen am Boden. Das Gras, auf dem sie stehen, ist saftig grün und fühlt sich frisch an, wie im Frühjahr. Tatsächlich stabilisiert es meinen Traum noch mehr, die Sicht ist jetzt noch schärfer und kontrastreicher. Ich folge einer kleinen Treppe und lande ich einem Lebensmittelladen. Dort treffe ich meine verstorbene Mutter, die ein Kind, ein Mädchen, dabei hat. Sie ist noch jung, so um die 40 und sieht, anders als die anderen hier, gesund und munter aus. Wir umarmen uns lange und herzlich. Sie wohnt auch in der Anlage. Ich sage ihr, dass ich ihr unbedingt was zeigen möchte und begebe mich wieder vor den Laden auf die Promenade.

Sie und das Kind schauen aus einem Fenster. Ich fange an, wie ein Vogel mit den Armen zu schwingen und vom Boden abzuheben. Auf der Höhe des Fensters halte ich inne und rufe ihnen zu, „toll was? Ich kann fliegen, hab ich gelernt!“ Meine Mutter winkt mir zu und lächelt, scheint aber nicht überrascht zu sein. Ich habe plötzlich große Lust, mir alles von oben anzuschauen und strecke die Arme aus, aber die Supermanntechnik will diesmal nicht so richtig klappen. Ich schlage also weiter mit den Armen und schwinge mich so langsam nach oben. Ich bin jetzt in großer Höhe und kann die ganze Szene überblicken. Links das grünblaue Meer. Davor der helle Sandstrand, dann eine Wiese mit weiß blühenden Obstbäumen, angrenzend an die Promenade, auf dem friedlich Menschen flanieren. Auf der anderen Seite der Promenade sind die kleinen, weißen Häuschen mit den Gärten und hohen Bäumen und weiter rechts ist die Felsengruppe vom Traumanfang. Ich versuche die Luft zu fühlen, weil Fliegen bei mir hohes Risiko birgt, wach zu werden, oder im Void zu landen, beides möchte ich vermeiden.

Ich spüre einen milden Wind auf meiner Haut, wegen der Sonne muss ich blinzeln. Jetzt strecke ich abermals die Arme zur Supermanntechnik aus und diesmal funktioniert sie. Ich sause im Tiefflug über die Anlage, drehe Schleifen, fliege dicht über der Wiese und entdecke dabei violette und gelbe Krokusse. Ich freue mich riesig über diesen langen und stabilen Klartraum und fange an zu singen. Dann überfliege ich die Felsen, durch die ich hierher gekommen bin, und werde wach.

Bevor ich einschlief schaute ich zur Uhr, es war 5:51. Also ich erwachte war es 6:43. Ich bin schnell eingeschlafen, mein bislang längster Klartraum. Auffallend ist, dass immer wenn ich Verstorbenen in Klarträumen begegne, sie ein kleines Mädchen dabei haben, dass nie etwas sagt. Ich nehme mir vor, nächstes Mal das Kind anzusprechen. Ich möchte wissen, welche Rolle diese jungen Begleiter spielen.

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