Klartraumbericht vom 31.03.2022

Auflösung der Matrix

Ich bin in einem Gerichtsgebäude und suche einen bestimmten Raum. Ich schaue auf die Raumnummern, die sich, während ich raufschaue, zu verändern beginnen. Ich werde klar.

Ich erinnere nicht mehr, was der Anlass meines Besuchs des Gerichtsgebäudes ist und beschließe nach draussen zu gehen. Ich schaue aus dem Fenster. Eine Stadt nicht einschätzbarer Größe, den Straßen nach wohl eher Kleinstadt. Gerade will ich durchs geschlossene Fenster springen, da kommt ein Mann in Gerichtsrobe den Gang entlang. Ich frage ihn, in welcher Stadt wir sind, er antwortet „in Konstanz“. Ich frage ihn nach dem Datum, er erwidert „2. November“. Welches Jahr? „1957“.

Wir sind während der Fragerei eine Marmortreppe hinabgelaufen, die zum Foyer führt. Ich verlasse das Gebäude regulär durch eine große, schwere Holztür. Zeitgleich betritt eine elegant gekleidete Frau das Gericht. Sie schaut mich argwöhnisch an. Ich lächle ihr zu und betrete den Vorplatz. Draußen ist klares Wetter, von der Temperatur her eher Frühling, als November. Hat Konstanz nicht ein wärmeres Klima, als wir hier im Norden?

Ich schaue auf die vorbeifahrenden Autos. Schöne Oldtimer aus den 50ern. Ein roter VW-Bus der Feuerwehr gefällt mir besonders gut. Ihm folgen ein 50er Jahre Löschzug und ein Gerätewagen. Am Strassenrand steht der Stumpf eines abgesägten Baumes. Ich streiche mit der Hand drüber. Er ist fest, holzig und kühl. Dann sammle ich etwas Herbstlaub vom Gehweg und zerreibe es zwischen den Händen. Auch das fühlt sich sehr realistisch an. Es ist feucht. Auf der Strasse gegenüber hängen Werbeplakate. Rasenmäher und Heckenscheren sind darauf zu sehen.

Ich möchte mir die Stadt von oben anschauen und fliege ca. 100 Meter stehend nach oben. Es ist eine mittelgroße Stadt mit südlichem Charakter. Der Horizont ist vernebelt und in grau-blaues Licht gehüllt. Dann lande ich wieder und zerreibe erneut Laub zwischen meinen Händen, um den Traum zu stabilisieren.

Es nützt nichts.

Erst wird die gesamte Stadt violett, dann grau, dann zu einem 3D-Gittermodell und schließlich löst sie sich in ruckartigen Phasen, wie bei einem Stopptrick, komplett auf.

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Ich werde wach.

Die Art, wie sich der Traum auflöste, war interessant. Liegt unserer Wahrnehmung von Realität ein Gittermodel zugrunde? Gibt es tatsächlich die Matrix? Ich erinnere einen Traum, wo ich die Administratoren der Traummatrix entlarvt hatte:

Während ich den Klartraum träumte, schauten sie aus einer Art Logenplatz zu. Ein Mann und eine Frau, beide in dunkelblauen Anzügen. Als ich mehr Action forderte, ließen sie das komplette Chaos losbrechen.

Klarträumen lernen

Studie: Klarträumer sind bewusste Denker

Doku: Warum träumen wir?