Kundalini-Meditation, Ayahuasca-Style

Heute wachte ich, wie fast jeden Morgen, mit einer milden und sehr angenehmen Kundalini auf. Ich fühlte mich wie in Watte gehüllt, leicht, unbeschwert und genoss die sanfte Energie. Als die Energie dann irgendwann nachließ, erinnerte ich mich an eine Kundalini-Meditation, die ich bei diesem Ayahuasca-Retreat gelernt hatte. Ich begleitete auf dem Retreat den schweren Prozess einer Teilnehmerin und hätte zwischendurch Nachtrinken müssen, um den Kontakt zum Helferspirit zu halten, der mich fortlaufend instruierte, aber ich konnte nicht weg. Meine Präsenz war gerade sehr wichtig, um der Teilnehmerin die nötige Sicherheit zu geben. Der Spirit selbst, ein weiblicher Spirit, lehrte mich dann, die Kundalini ohne äußerliche Hilfsmittel, wie Ayahuasca oder Yoga, anzuregen. Ich nenne diese Methode

Kundalini-Meditation Ayahuasca-Style

  • Gehe ich aufrechte Haltung.
  • Konzentriere dich auf deinen Nacken und spüre den Muskel, den du dort hast.
  • Mache dir diesen Muskeln bewusst. Fühle ihn so konkret, so wie du die Muskeln in deinen Armen spürst.
  • Jetzt spanne diesen Muskel an.
  • Danach mache dasselbe mit dem Wurzelchakra.
  • Spanne den Muskel an, der das Wurzelchakra umgibt.
  • Wechsle mehrmals zwischen Nackenmuskel und dem Muskel des Wurzelchakras, bis die Energie fießt.

Die Methode ist äußerst effektiv. Den Wurzelchakra-Muskel (musculus pubococcygeus) musste ich gar nicht bewusst anspannen. Sobald ich den Nackenmuskel kontrahiert hatte, kontrahierte auch der PC-Muskel. Die Energie, die sich dann aufbaut, ist sehr stark. Das Anspannen des Nackenmuskels versorgt Herz- und Stirnchakra (Drittes Auge) mit Energie und das Anspannen des Root-Muskels die unteren Chakren.

Für mich eine Bestätigung meiner Beobachtungen der letzten Jahre, dass jedes Chakra den Fluss des Pranas (der Lebensenergie) auslösen kann, nicht nur das Wurzelchakra. Irgendwann verselbständigt sich der Energiefluss und man muss nichts mehr tun – die Kundalini sorgt autark für ein ständiges Auffrischen des Energiestatus’. Bei dem Retreat konnte ich auf diese Weise im ständigen Kontakt zum Helferspirit bleiben und meine Arbeit mit der Teilnehmerin erfolgreich weiterführen.

An diesem Morgen war es ähnlich. Ich praktizierte die Nackenmuskel-Technik und das Root-Chakra machte selbständig im Wechsel mit. Schon bald war mein Körper auf sehr hohem Energielevel. Alles pulsierte und es stellte sich bereits eine leichte Vibration ein, wie man sie vor Astralreisen oder körperlichen Austritten wahrnimmt. Ich fiel in einen Traumschlaf.

In dem Traum spielte ein großer, spitz zulaufender Baum eine Rolle. Er war voll mit Tieren, hauptsächlich Vögel. An der Spitze saßen silbergraue Kraniche, etwas unter ihnen schwarze Raaben. Es folgten Tauben, Amseln und Stare und die untersten Äste waren von sehr lebhaften Spatzen bevölkert. Es gab auch kleine Menschen auf dem Baum, die stark behaart waren. Sie gingen aufrecht und bewegten sich frei über den ganzen Baum. Während mich die Menschen ignorierten, waren die Vögel alle sehr interessiert an mir, vor allem die auf den unteren Ästen.

Lebensbaum mit Schlange

Nach einigen kleinen Begebenheiten endete der Traum mit der Begegnung einer Python. Sie kroch den Baum herab und direkt auf mich zu. Die anderen Tiere hatten den Baum bereits verlassen, er war nur noch von dieser Schlange bewohnt. Die gelbe Python war riesig, bestimmt 4 Meter lang. Ich erschrak zunächst, war dann aber fasziniert von ihrer Schönheit und Eleganz. Am Boden kroch sie zu einer anderen Python, die schwarz und mit silbernem Muster verziert war. Die schwarz-silberne Python war wesentlich kleiner.

Schlangen in Träumen symbolisieren meine Kundalini. Die große Python war meine am Morgen erwachte Kundalini, die kleinere der nicht erwachte „Rest“. Die Kundalini (-Schlange) war zu Beginn des Traumes aufgestiegen, zum Wipfel des Lebensbaumes, und stieg am Ende wieder herab.

Als ich aufwachte, war sie nur noch als leichtes „Summen“ zu spüren.