Kundalini-Teil 1: Grundlagen

Das Wort Kundalini ist so selten anzutreffen, dass es noch nicht einmal den Fehlerkorrekturen bekannt ist. Alle „Kundalini“s in diesem Text, werden mir als Rechtschreibfehler markiert. In Yogakreisen hingegen ist der Begriff Teil der Lehren über Energie und Energiearbeit, ebenso in der Welt des Reiki’s.

Was ist die Kundalini?

Die Kundalini hat verschiedene Namen:

  • Lebensenergie
  • Energie der Seele
  • Universelle Schöpfer-Energie
  • Energie des Göttlichen im Menschen

Jeder hat sie und bei jedem ist sie latent aktiv, auch wenn sie selten bewusst wahrgenommen wird. Ohne diese Energie würden wir vermutlich gar nicht existieren.

Die Kundalini ist genau genommen nicht die fließende Energie, die wird Prana genannt, sondern das Potential dieser Energie. Wie bei einer Batterie. Es fließt nicht die Batterie, sondern der Strom, der aus ihr austritt.

Dennoch hat sich eingebürgert, den Begriff Kundalini mit der fließenden Energie gleichzusetzen, so wie man von einer geladenen Batterie spricht, obwohl die Anzahl der Elektronen immer gleich ist, egal ob geladen oder nicht geladen.

Ich hoffe, die Kundalini-Kenner unter euch verzeihen mir, dass ich für die Lebensenergie, egal ob als Potential oder als fließendes Prana, den Begriff Kundalini verwende 🙂

Bei den meisten Menschen ist die Kundalini schwach aktiv. Aktiv ist sie aber immer. Die Aussage, dass die Kundalini bei den einen ruht und bei anderen erwacht ist, ist falsch. Mit einer ruhenden Kundalini würden wir vermutlich den nächsten Tag nicht erleben. Sie speist unsere Zellen mit Lebensenergie, die ebenso lebensnotwendig ist, wie Brennstoff in Form von Eiweissen und Zuckern. Eine schwach aktive Kundalini reicht aus, um das Überleben zu sichern, sie liefert das Grundpotential.

Sie kann durch Aktionen, die uns Freunde bereiten (aber auch Schockerlebnisse und Traumata), kurzfristig auf ein höheres Potential gehoben werden, was entsprechende biochemische Reaktionen in unserem Körper auslöst.

Lachen oder Sex machen also nicht einfach nur Freude, sondern sie sorgen auch dafür, dass unsere Zellen eine Zeit lang mit frischer Lebensenergie versorgt werden. Auch deswegen ist Lachen gesund. Und Sex sowieso.

Die Kundalini wird bei schwacher Aktivität körperlich nicht wahrgenommen, bei erhöhter Aktivität (Sport, Lachen, Orgasmus) dagegen schon. Bei maximaler Aktivität hat sie eine so große Kraft, dass sie uns in physische und mentale Ausnahmezustände katapultieren kann.

Fließt die Kundalini autark, also ohne irgendwelche äußeren Einflüsse, wie die oben genannten, dann spricht man von einer erwachten Kundalini. Erst wenn die Kundalini erwacht ist, nehmen wir sie bewusst wahr. Durch das bewusste Wahrnehmen bekommt sie eine andere Qualität.

Es heißt, dass die Kundalini eine magnetische Energie sei. Wäre das so, dann müsste sie auch den Gesetzen der Physik folgen – zumindest in unserem physischen Körper.

Es gilt in der Physik:

Bewegt man einen Magneten entlang eines elektrischen Leiters, dann fließt Strom.

Im übertragenen Sinne wäre dann der Magnet die Kundalini und die elektrischen Leiter unsere Nervenbahnen. Tatsächlich fühlt sich die Kundalini-Energie (meistens) elektrisch an und nicht magnetisch.

Ist die Kundalini erst einmal wach, dann bleibt sie es ein Leben lang. Keine Chance, das wieder rückgängig zu machen. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sie vom nächstbesten Guru gewaltsam erwecken lässt.

Die Kundalini erwacht

Die Kundalini erweckt zunächst das Wurzelchakra. Dann das Sakralchakra, gefolgt von Solarplexus– und Herzchakra. Später kommen noch Kehlkopf– und Stirnchakra dazu.

Eine spirituelle Bedeutung erlangt sie, sobald sie im Hals/Kehlkopfchakra angekommen ist. Ich spreche lieber vom Nackenchakra, denn dort ist sie fühlbar präsent. Erst mit der Aktivierung des Nackenchakras kann sie aufsteigen zum Stirnchakra, dem sogenannten Dritten Auge.

Am Ende des Aufstieges vereint sich die Kundalini mit dem Kronenchakra. Vereint sie sich mit dem Kronenchakra, welches sich ausserhalb des physischen Körpers, aber innerhalb des Energiekörpers befindet, dann erfahren wir einen Zustand, der als Erleuchtung bezeichnet wird.

Jede Chakra-Aktivierung durch die Kundalini ist mit körperlichen und seelischen Symptomen verbunden. Oft angenehmen, aber, gerade in den ersten Jahren des Aufstieges, auch mit nicht so angenehmen.

Warum?

Der Energiekörper

Neben unserem physischen Körper haben wir auch einen energetischen Körper, Energiekörper genannt. Dieser Energiekörper wird von den sich wie liegende Scheiben drehenden Chakren gebildet.

Sind die Chakren voll aktiv, haben wir einen gesunden, voll ausgeprägten Energiekörper. Je weniger aktiv die Chakren sind, desto schwächer und unausgeglichener ist der daraus resultierende Energiekörper.

Ein schwacher und unausgeglichener Energiekörper begünstigt Krankheiten, ein voll ausgebildeter, gesunder Energiekörper hingegen verhindert Krankheiten.

Im Idealfall werden die Chakren der Reihe nach aktiviert. Also
Wurzelchakra Sakralchakra Solarplexus-Chakra Hals-/Nackenchakra

Werden durch Übungen, Krankheiten, oder Unfälle die Chakren beliebig aktiviert, dann kann das zu Komplikationen während der, in der Regel, mehrjährigen Phase des Kundalini-Erwachens führen.

Chakren und ätherische Körper

Der ideale Erweckungs-Pfad

Aktivierung des Wurzelchakras

Bei der Aktivierung des Wurzelchakras (Rootchakra) spüren wir eine starke Energie im Beckenboden. Wir haben eine erhöhte sexuelle Energie und einen erhöhten Drang zu Bewegung und Sport. Kann die Energie der Kundalini nicht aufsteigen, weil das darüber liegende Sakralchakra noch nicht aktiviert worden ist, kann es zu Symptomen wie Entzündungen und Unruhe kommen. Die Energie staut sich im Beckenboden.

Treibe ich Sport, oder habe ich regelmässig Sex, kann die bioelektrische Energie in physikalische Energie transformiert werden. Auch Barfusslaufen in der Natur kann die Energie kompensieren, indem sie sie in die Erde leitet.

Das Problem: Viele wissen nicht, dass ihre Beschwerden von einer erwachten Kundalini kommen und nehmen dann Medikamente, was in diesem Fall alles nur schlimmer macht.

Unterdrücke ich die Kundalini, wird sie solange weiter „drücken“, bis sie ihren Weg gefunden hat. Dann platzt sie förmlich hervor und kann Zustände hervorrufen, die man nur noch als psychische Notfälle bezeichnen kann.

Ich habe in Zuständen der Kundalini-bedingten Unruhe und Nervosität sehr gute Erfahrungen mit Hopfentee gemacht!

Zuviel Energie – was tun?

Stelle ich bei mir erhöhten Sexdrang fest, oder gar Sexsucht, kann ich dem Verlangen nachgeben, was eine kurzfristige Linderung bringt. Aber langfristig hilft nur Chakren-Arbeit und regelmässige Erdung in der Natur.

Gerade ein aktives Wurzelchara verlangt Erdung, Erdung und nochmals Erdung. Raus in die Natur. Schwimmen, Salzwasserbäder, tierische Nahrung. All das erdet energetisch und „bremst“ die Kundalini aus.

Das Wissen um unser Chakren-System und die Kundalini ist uralt.

Restless-Legs Syndrom (RLS)

Kann die Kundalini nicht aufsteigen, weil das Sakralchakra blockiert ist, sucht sie sich den Weg in die andere Richtung. Dann erfahren wir Symptome, wie man sie auch vom Restless-Legs Syndrom her kennt. Ich vermute, dass das RLS nichts weiter ist, als eine asymetrisch erwachte Kundalini (sie kann nur in eine Richtung fließen). Da sich kaum ein Arzt mit dem Phänomen Kundalini auskennt, wird er vermutlich genau das Falsche machen und Psychopharmaka verabreichen.

Die Folge: Die Kundalini wird durch Herunterregulierung des Nervensystems in ihrem Fluss ausgebremst und staut sich solange im Wurzelchakra, bis sie irgendwann herausbricht, mitunter zerstörerisch.

Kennt der Arzt sich aber aus, weiß er um die Kundalini und deren Begleiterscheinungen, dann wird er Yoga und Schwimmen verordnen und eine erdende Diät empfehlen (Es gibt auch erdende Pflanzenkost, alles Wurzelgemüse zum Beispiel. Es muss also nicht zwingend tierische Nahrung sein).

Das Restless-Leg Syndrom kann sehr unangenehm sein, bis hin zu nächtlichen Wadenkrämpfen, Brennen der Knie und Füße und heftigen Zuckungen der Beine. Auch rheumatische Beschwerden durch Entzündungen in den Gelenken können auftreten. Nach meiner Erfahrung sind das Folgen von gestauter Energie. Typisch für das RLS ist, dass Bewegung die Beschwerden beendet. Exakt wie bei blockierter Kundalini.

Sobald die Kundalini in die oberen Chakren ausweichen kann, hört die RLS-Beschwerden auf. Ich hatte 1 Jahr mit RLS zu tun, dann hörte es von einem Tag auf den anderen auf, als wäre nie etwas gewesen. Andere Kundalini-Erwachte berichten ähnliches.

Generell hilft bei einer erwachten, aktiven Kundalini

  • Magnesium
  • Kalium
  • Erdung
  • Bewegung
  • Viel Trinken (mineralreiches Wasser)
  • Erdene Nahrung

Jedes Chakra aktiviert den dieses Chakra umgebenden Teil des Energiekörpers, bläht ihn quasi ringförmig auf. Da alle unsere Traumata und auch karmischen Energien in unserem Energiekörper gespeichert sind – bis über den physischen Tod hinaus – kann es zu heftigen Reinigungs-Symptomen kommen.

Reinigungs- (Purging-) Symptome:

  • Depressionen
  • Mentale Zusammenbrüche
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Herpes.

Der energetisch ungeschulte Arzt würde eine Psychose diagnostizieren, der energetisch erfahrene Arzt eine erwachte Kundalini.

Die Kundalini transformiert unsere traumatischen und karmischen Energien, dessen muss man sich bewusst sein. Vor allem, wenn man das Erwachen forciert, durch Kundalini-Yoga zum Beispiel, oder Ayahuasca.

Letzteres hat den Vorteil, dass das Erwachen und Reinigen im Beisein eines (hoffentlich) erfahrenen Schamanen passiert. Erwacht sie beim Yoga, sollte der Yoga-Lehrer wissen, was er dann zu tun hat.

Erden, Ausleiten, Beruhigen.

Nicht selten brechen Yoga-Praktizierende, bei denen die Kundalini erwacht, in Panik aus, weil sie mit der Energie und den daraus resultierenden Symptomen komplett überfordert sind, physisch wie psychisch.

Ich habe das mal auf einem Yoga-Retreat erlebt und war geschockt über die heftigen Reaktionen bei einigen Teilnehmern. Es sah aus, als hätten sie epileptische Anfälle. Tatsächlich aber war ihr Nervensystem mit dieser extrem starken Energie überfordert.

Jahre später erlebte ich dasselbe auf einem Ayahuasca-Retreat. Eine Teilnehmerin verfiel in heftige, spastische Zuckungen, als hätte sie einen Epileptischen Anfall. Ich ahnte aber, was es war (Ayhahuasca hatte ihre Kundalini erweckt) und konnte dann die richtigen Maßnahmen ergreifen.

Ausstreichen der Energie und, sobald sie sich etwas beruhigt hatte, Barfuss an die frische Luft. Sie hatte keinen Epileptischen Anfall. Sie war auch die ganze Zeit ansprechbar.

Ich möchte nicht wissen, bei wie vielen Menschen die Kundalini auf diese Weise erwacht. Aber anstatt dass mit ihnen Energiearbeit gemacht wird, werden ihnen Anti-Epilektika verschrieben.

Anekdote

Eine gute Freundin von mir, Inderin aus Kerala, sagte mir, dass es in ihrer Heimat üblich sei, dass beim Arztbesuch als erstes der Kundalini-Status erhoben wird. Ich weiß nicht, wie das gehen soll, aber die Inder sind uns, was Kundalini und Energiearbeit betrifft, einige tausend Jahre voraus.

Mein Rat:

Erzwinge nicht das Erwachen der Kundalini. Es sei denn du hast einen Kundalini-Meister, der dann die folgenden Jahre deinen Erwachungsprozess begleitet.

Als ich 2016 das erste mal Ayahuasca nahm, war meine Kundalini schon viele Jahre erwacht. Wenn auch auf einem, im Vergleich zu heute, eher subtilen Level. Die Energie während meiner ersten Ayahuasca-Nacht war so stark, dass ich komplett überfordert war. Der Schamane half mir, indem er das Erbrechen einleitete und mich energetisch reinigte. Anschließend wurde ich hinaus in den Wald geschickt, um Bäume zu umarmen (ideale Energieableiter).

Angenommen das Wurzelchakra ist aktiviert und die Kundalini ist in Stellung, dann sollte sanft das Sakralchakra aktiviert werden. Beim Ayahuasca geschieht das von selbst, beim Yoga müssen dafür bestimmte Übungen gemacht werden. Es ist aber wichtig, der erwachten Kundalini sozusagen Energie-Drenagen zur Verfügung zu stellen und das sind unsere Chakren und Nadis.

Erweckung des Sakralchakras

Das Sakralchakra umfasst den gesamten Bereich um den Bauchnabel. Wird es aktiviert, kann es ebenfalls, wie beim Wurzelchakra, zu heftigen Erweckungs-Symptomen kommen. Ein erwachtes Sakralchakra erkennt man zum Einen an einer gesteigerten Libido, als auch an dem Drang sich Kühlen zu wollen.

Ein erwachtes Sakralchakra ist gekennzeichnet durch große Hitze im Körper, ausgehend vom Unterbauch.

Auch hier wieder mein Tip: Schwimmen gehen, Barfuss laufen, Bewegung.

Tut man nichts, kann es auch hier zu Entzündungen, Übelkeit und Erbrechen kommen, denn die Energie kann nicht weiter, da das dem Sakralchakra übergeordnete Solarplexus-Chakra ja noch nicht aktiviert (geöffnet) ist.

So geht es mit allen Chakren weiter. Erwecke sie, aber sanft! Denn ein zu schnell aktiviertes Chakra wird ein überaktives Chakra.

Auch Chakren müssen erstmal ihre Balance finden.

Ein überaktives Solarplexus-Chakra äußert sich in Kontrollsucht und Machtfantasien. Ist es nicht genug aktiviert und noch teilweise verschlossen, können die Folge Magenpförtner-Entzündungen und Magengeschwüre sein. Ein ausgeglichenes Solarplexus-Chakra hingegen zeigt sich durch gesteigertes Selbstbewusstein und „Sonne im Herzen“.

Das Herzchakra ist oft die schwierigste Hürde. Im Herzchakra „wohnt“ die Seele und die hat sich gut geschützt. Wird das Herzchakra zu schnell aktiviert, verursacht die einströmende Kundalini emotionale Ausnahmezustände, Hysterie und Panikattacken. Wird es dagegen sanft aktiviert, erfährt der Mensch im wahrsten Sinne des Wortes Herzenswärme und göttliche Liebe.

Das nächste Chakra ist das Nackenchakra (Kehlkopfchakra).

Wird es zu schnell aktiviert, erleben wir Menschen, die laut sind, ständig reden, rülpsen und grölen. Ist es nicht vollständig aktiviert und in Teilen noch blockiert, können daraus Schilddrüsenentzündungen, Kehlkopfentzündungen und ständige Erkältungen herrühren.

Erwecken wir also auch dieses Chakra behutsam!

Tun wir das, wird es uns den Mut geben, vor großen Menschenmengen zu sprechen, oder uns zum Singen motivieren. Auch der Drang zum Schreiben kommt von einem aktiven Nackenchakra. Es verleitet uns, uns mitteilen zu wollen.

Das Nackenchakra ist das einzige Chaka, mit einer direkten Verbindung zur Außenwelt. Dadurch ist es auch das ideale Chakra, um negative Energien auszubringen, was beim Ayahuasca zum Beispiel durch Erbrechen geschieht.

Das Nackenchakra ist der Flaschenhals zu den oberen, spirituellen Chakren, dem Stirn- und Kronenchakra.

Die Kundalini ist eine bewusste Energie, von göttlicher Intelligenz. Sie wird trotz eines offenen, aktiven Nackenchakras niemals zum Stirnchakra (Dritten Auge) aufsteigen, wenn der Mensch noch nicht bereit dafür ist.

Erreicht die Kundalini auf dem Weg durch alle aktivierten Chakren das Stirnchakra, fangen wir an hellsichtig, hellhörig und maximal bewusst zu werden. Auch Klarträume und spontane Astralreisen sind dann unsere regelmässigen Begleiter.

Unsere Intuition wird extrem geschärft und niemand kann uns mehr belügen.

Mit einem aktiven Dritten Auge wittern wir förmlich die Lüge!

Im Umkehrschluss können wir aber auch selber nicht mehr lügen. So gesehen ist die Kundalini in Kombination mit einem komplett aktivierten Chakrasystem (und somit Energiekörper) der Garant für Wahrhaftigkeit.

Würde bei allen Menschen die Kundalini erwachen, gäbe es keine Lügen mehr! Oder, wie es mir mal in einem Traum gesagt wurde:

Shiva wird durch das Kronenchakra repräsentiert und Shakti durch die Kundalini.

Auch was die Aktivierung des Kronenchakras angeht, zeigt sich die Kundalini von ihrer ganzen Weisheit. Wie das Stirnchakra wird auch das Kronenchakra erst mit der Energie der Kundalini gespeist, wenn der Mensch bereit ist für diese Erfahrung.

Und die ist mächtig!

Ein aktiviertes Kronenchakra verbindet uns unmittelbar mit der Lichtebene. Mit Gott, Akasha, dem Universum. Nicht umsonst spricht man bei diesem Zustand von Erleuchtung.

Der nicht ideale Erweckungspfad

Beim nicht idealen Erweckungspfad werden höher liegende Chakren vor den darunter liegenden Chakren aktiviert. Das führt zu einer Inbalance des Energiekörpers. Er hat dann Ausfransungen, Beulen und Einbuchtungen. Die Beulen sind dabei das kleinere Problem, die Einbuchtungen jedoch können Probleme bereiten.

Haben wir zum Beispiel ein aktiviertes Wurzel- und Solarplexus-Chakra, dann wird das in deren Mitte liegende (nicht aktivierte) Sakralchakra von beiden Seiten „befeuert“, anstatt nur von der Wurzel. Das kann dann zu ernsthaften körperlichen Beschwerden führen, bis hin zu chronischen Entzündungen des Darmes. Gleichzeitig leidet dieser Mensch unter einem überzogenen Ego und ständigem Sexdrang.

Werden alle Chakren aktiviert, bis auf das Herzchakra, wird das Herz von beiden Seiten befeuert, was Herzrhythmusstörungen und Entzündungen am Herzmuskel hervorrufen kann.

Der Energiekörper als Resultat aktiver Chakren. Sind die Chakren unterschiedlich stark aktiv, entstehen Ausfransungen im Energiekörper.

Die Kundalini ist eine sehr starke Energie!

Sie wird oft viel zu leichtfertig von irgendwelchen Gurus aktiviert und dann werden diese Menschen mit den Folgen allein gelassen.

Ganz gefährlich finde ich das frühzeitige Öffnen des Dritten Auges. Sind alle anderen Chakren bereits aktiviert – kein Problem. Aber wehe wenn nicht!

Diese Menschen verlieren komplett die Bodenhaftung und Orientierung, da die Energie aufgrund der blockierten, unteren Chakren nicht abfließen kann. Es fehlt ihnen die Erdung.

Lasst das Dritte Auge einfach in Ruhe. Die aktivierte Kundalini wird es öffnen, sobald der Mensch reif dafür ist.

Woher weiss ich das alles?

Ich habe alle Stadien der Kundalini-Erweckung durchlebt, zumindest bis zum Nackenchakra. An dem arbeite sich die Kundalini im Moment ab.

Es begann mit einer chronischen Prostata-Entzündung. Das war die Folge der erwachten Kundalini im Wurzelchakra. Ich wusste damals noch nicht, was Kundalini ist und bin von Arzt zu Arzt gerannt, ohne dass einer die Ursache gefunden hatte.

Dann hatte ich zwei Jahre Ruhe.

Auf die Ruhephase folgten 1 ½ Jahre chronische Darmentzündung. Wieder ohne erkennbare Ursache – psychosomatisch hieß es in der Kundalini-Unkenntnis der Ärzte. Darauf folgte eine chronische Magenpförtner-Entzündung und irgendwann Herzrhythmusstörungen. Die Kundalini war so freundlich, mir immer 2-4 Jahre Verschnaufpause zu gönnen, bevor sie das nächste Chakra aktivierte.

Dann fing ich an Ayahuasca zu nehmen, was sichtlich Ordnung in mein Energie-System brachte.

Ayahuasca öffnet vorübergehend alle Chakren. Die Kundalini kann dann ungehindert fließen und alle Blockaden „mitnehmen“. Ayahuasca ist eine Art energetischer Rohrreiniger. Nach der Ayahuasca-Anwendung werden die Chakren vom Schamanen wieder geschlossen, zum energetischen Schutz.

Erwecke niemals die Kundalini, wenn du nicht vorher Chakrenarbeit gemacht hast (z.B. Yoga). Erwacht sie dennoch unvorhergesehen (bei Frauen oft durch die Geburt eines Kindes), dann spreche mit einem erfahrenen Kundalini-Meister darüber und vereinbare ein sanftes Aktivieren aller Chakren, damit die Energie frei fließen kann.

Hätte ich vor 35 Jahren all das über Kundalini gewusst, was ich heute über sie weiß, ich hätte mir viel Leid erspart.

Kundalini-Teil 2: Kontrollierte Erweckung