Mein 11. Ayahuasca-Retreat (August 2019)

Diesmal habe ich an einem Ayahuasca-Retreat der Huni Kuin aus Brasilien teilgenommen und hatte ein sehr schönes und liebevolles Retreat. Wir saßen in einer großen Runde in einem von der Sonne erhellten, sehr schön gestalteten Raum (die Zeremonien fanden am Tage statt) und wurden von der wundervollen Musik, der friedlichen Atmosphäre und den sanft gestimmten Spirits der Huni Kuin verzaubert. Es war auch schön, dass die Familie des Schamanen dabei war. Die Kinder haben einfach mitgetanzt, oder wickelten sich in den Rock der Mutter ein, während sie für uns alle sang.

Das Ayahuasca hatte eine völlig andere Qualität, als das Yagé der Kolumbianer. Es war sanfter, weniger visuell, was mir sehr entgegen kam. Keine DMT Las-Vegas Show mit grellen, umherwirbelnden Mustern, kein Erbrechen, dennoch eine sehr starke Energie, die mich unmittelbar dorthin gebracht hat, wo ich beim Ayahuasca immer hinstrebe.

Der Zustand, wo man mit seiner Seele, seinem höheren ich kommuniziert. Wo man all die Informationen bekommt, die man braucht, um sein Leben zu balancieren, oder seine Gesundheit zu verbessern.

Das geht mit dem starken Yagé auch, aber dem ist dann erstmal eine längere Phase des Leidens vorgeschaltet. Das Ayhahuasca der Huni Kuin bringt einen sofort dorthin, ohne Stress und Leiden. Es gab auch Visionen, meist in Form von leuchtenden Kristallen, oder einem Meer aus Indigo, in dem ich mich lange aufgehalten habe.

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Dieser blaue, unendliche Raum beantwortete alle meine Fragen. So bekam ich die Empfehlung, meine Ernährung noch einmal umzustellen (ich hatte in den letzten zwei Jahren bereits den Milchkonsum komplett gestoppt und den Fleischkonsum aufs Minimum reduziert). Die Ansage war, generell mit konzentriertem Eiweiss aufzupassen, egal, ob tierisch, oer pflanzlich. Meine exzessiven Erdnussbutterparties, wo ich auch schon mal ½ Glas am Stück leerlöffle, solle ich unbedingt lassen, mein Darm können das so nicht verarbeiten und es würde sich als Verhärtung im Darm festsetzen. Das gleich würde bei konzentriertem Fleisch Konsum passieren.

Ich solle jede stark eiweisshaltige Nahrung immer zusammen mit viel Gemüse zu mir nehmen und Leinsamen und Flohsamenschalen solle ich ab jetzt auch täglich nehmen. Dann empfahl mit die Stimme des blauen Lichtes, regelmässig zu fasten. Der Darm braucht auch mal eine Auszeit, er kann nicht 24 Stunden, 365 Tage im Jahr ackern, dass ist nicht gut für ihn. Und nur durchs Fasten ist er auch in der Lage, sich mal komplett zu reinigen, was sehr wichtig sein.

Meinen Magen soll ich so basisch wie möglich halten. Wenig Salz, keinen Zucker, Alkohol nur mit einem Glas Wasser vorweg und auch dann nur wenig. Magen und Darm solle ich regelmässig massieren. Auch Reiki ist gut für die beiden Schwerstarbeiter.

Mir wurde klar, dass ich meinen Verdauungstrakt immer wie Sklaven behandle. Ich schaufle ständig was in sie hinein und lasse sie dann Tag und Nacht ackern. Sie sind das Zentralgestirn des menschlichen Körpers, ohne sie geht gar nichts. Ich muss sie mit derselben Liebe und Zuwendung behandeln, wie den Rest des Körpers auch. Die Haut wird gecremt und vor der Sonne geschützt, das Haar mit milder Seife gewaschen, damit es ja nicht bricht und der Mund gepflegt, als sei er ein Juwel. Magen und Darm aber werden mit Industrienahrung, Alkohol, Zucker und anderen Giftstoffen traktiert. Und dann wundern wir uns, wenn wir übersäuern, oder Magen- und Darmgeschwüre bekommen. Mich wundert das jetzt nicht mehr.

Dann hatte ich ein interessante Unterhaltung mit meinem höheren Selbst. Ich bin für 20 Minuten in den Garten und legte mich unter eine Birke. Ich schaute durch ihre Blätter hindurch in den strahlend blauen Himmel, zu dem sich ein paar kleine Wölkchen gesellt hatten. Das Rauschen der Blätter im Wind klang wie Musik für mich und alles war am pulsieren, jedes Blatt, jeder Ast, der Birkenstamm, der Boden, auch die Wolken waren sehr lebendig. Das Ayahuasca hatte immer noch eine ziemlich starke Wirkung.

Bei Blick auf die Wolken bekam ich die Einsicht, dass alles eine Seele, einen Spirit hat. Pflanzen sowieso, aber auch die Wolken, die Luft, jeder Stein – alles ist spirituell belebt.

Die Welt, wie wir sie als physische Wesen sehen und fühlen, ist nur die Hülle, die Kruste, wie Hans-Peter Dürr immer zu sagen pflegte – wie Recht der Quantenphysiker und Philosoph hatte! Alles ist von Bewusstsein geformt und Bewusstsein ist Seele, ist Spirit und Spirit wiederum ist Liebe. Und mit diesen Spirits kann man über DMT kommunizieren, weil man selber sich dann seiner Seele, seines Spirits bewusst wird.

Unter Ayahuasca ist man zu 90% Seele und den Rest bildet eine Art Minimal-Körperbewusstsein, mit dem wir dann Singen, Tanzen, aber auch Erbrechen oder aufs Klo gehen. Wir sind dermaßen tief in unserem Bewusstsein, in unserem eigentlichen Ich, dass es uns sehr leicht fällt, die anderen Spirits um uns herum wahrzunehmen und mit ihnen zu kommunizieren. Wenn ihr jemanden seht, der mit einem Stein redet oder dem Wasser eines Baches – lasst ihn, er weiss genau was er (oder sie) tut.

Und die Spirits um uns herum (die sich materiell als Steine, Wasser oder Wolken manifestieren) suchen den Kontakt zu uns förmlich, man muss nur lernen, bzw. sich (wie auch immer) in einen Zustand verstezen, wo man sensibel genug ist, sie überhaupt wahrzunehmen. Sie brüllen nicht, sie sprechen auch keine Sprachen aus Worten oder Silben. Sie teilen sich emotional mit, bzw geben ihr Wissen unmittelbar per Informationsübertragung an uns weiter.

Und wer schon Mal astral unterwegs war, weiß, dass auf der stralen Ebene jegliche Materie von einer leuchtenden Aura umgeben ist. Das ist der Spirit der Materie. Mit dem physischen Auge sichtbar ist ihre Chemie, ihre Molekühle. Den Spirit sieht man hingegen nur mit dem spirituellen Auge, dem Dritten Auge. Und das ist unter dem Einfluss von Meditation, Yoga, Klarträumen oder eben DMT geöffnet und empfangsbereit.