Syrian Rue – Heilige Pflanze des Lichts

Die Syrische Steppenraute ist eine vom Mittelmeerraum bis ins fernste China wachsende Pflanze, die weisse Blüten hervorbringt und deren Samenkapseln 20-50 Samen enthalten, welche sowohl eine psychedelische Wirkung auf uns haben, als auch eine körperliche. Ihre Effekte basieren vorrangig auf die Wirkstoffe Harmin und Harmalin, vor allem aber auf Harmin. Die Steppenraute (SR) wird in Südeuropa und der asiatischen Welt seit Jahrtausenden als Räucherwerk bei Geburten und Hochzeiten eingesetzt. Ebenso bei Menstruationsbeschwerden (Tee der SR bei M-Störungen extrem wirksam) und zur Geburtshilfe selbst, da Harmin muskelentspannend wirkt.

Peganum Harmala

Priester der alten Ägypter setzten die SR für Weissagungen ein und die Könige der Sumerer sollen sie vor wichtigen Entscheidungen als Tee getrunken haben. Bis in die 60er Jahre war das Extrakt der SR noch entscheidender Bestandteil von Antidepressiva, da die MAO-hemmende Wirkung den Serotonin-Spiegel aufrecht hält (MAO steht für das Enzym Monoaminooxidase).

Heute findet Steppenraute nur noch als Färbemittel für Teppiche und Stoffe Verwendung, oder, falsch angewendet, bei DMT-Sitzungen. Falsch angewendet daher, weil ALLE Videos empfehlen, die Samen der SR zu zerkauen und herunterzuschlucken, was einfach Unsinn ist. Der Wirkstoff, um den es für DMT geht, ist das MAO-hemmende Harmin und das sitzt vor allem in den Schale der Samen. IN den Samen hingegen befindet sich das ölige Tetrahydroharmin, welches Übelkeit und Erbrechen hervorruft.

Wer also Erbrechen will, sollte die Samen zerkauen und herunterzuschlucken. Wer aber einfach nur die MAO-Hemmung will, der kocht sich einen Auszug aus den Samen (Rezept unten).

Die Syrische Steppenraute ist in den meisten Ländern legal, auch in Deutschland. Ich kaufe meine in einem Persischen Lebensmittelladen, 400g für 4 EUR. Mit 400g kann man vier Liter Auszug herstellen. Eine relevante Dosis liegt zwischen 10ml und 25ml, je nachdem, wie tief man auf Reisen gehen will. Harmin ist übrigens auch der Hauptwirkstoff der schamanischen Medizin Ayahuasca, das zusätzlich zum Harmin noch DMT enthält.

Nimmt man Ayahusca ohne DMT, also nur die Banisteriopsis Caapi-Liane, hat man dasselbe Wirkspektrum, wie bei der Steppenraute, wobei die Erfahrungen mit Steppenraute angenehmer sind, da die Caapi-Liane noch zusätzliche Stoffe enthält, welche Übelkeit verursachen.

Die Hauptwirkung des Ayahuascas kommt eindeutig von der Liane, vom Harmin. Nimmt man eine potente Dosis Harmin zu sich, was ungefähr 25ml SR-Auszug entspricht, dann hat man eine Erfahrung, welche sehr nahe an einer Ayahuasca-Erfahrung ist, inkl. Visionen und sogenannte Downloads, also Erkenntnis-Botschaften von Wesenheiten höherer Dimensionen. Die Frage, ob diese Wesenheiten die eigene Seele ist, oder externe Wesenheiten, (Engel, Dämonen, etc.) sei dahingestellt, sie stellen sich mir nie persönlich vor 😉

Das DMT beim Ayahuasca öffnet zusätzliche Dimensionen, wo man dann auch mit Erzengeln oder Gottheiten kommunizieren kann, oder mit Gott selbst. Zumindest glaubt man in dem Moment fest daran, das genau das gerade geschieht und warum sollte es nicht so sein? Wir sind ein Aspekt Gottes und wenn wir mit DMT alle mentalen Filter ausschalten, dann haben wir unmittelbaren Kontakt zu den höchsten Bewusstseinsebenen.

Ohne unsere mentalen Filter sind wir Spirits – unsere Seele ist ein multidimensionaler Spirit!

Harmin hat die Eigenschaft, die Produktion des Enzyms INMT zu fördern. Zusammen mit dem Enzym AADC ist INMT an der Produktion von körpereigenem DMT beteiligt. Steht nur INMT zur Verfügung, können mit ihm alle Arten von Tryptamin-basierten Neurotransmittern hergestellt werden (Serotonin, Dopamin, Melatonin, DMT, 5-MeO-DMT), mit AADC allerdings ausschließlich DMT!

Liegen INMT und AADC vor, wird vom Körper also direkt DMT produziert. Was der Körper hat, das hat er und DMT, das weiß man mittlerweile, wird in den Ventrikeln der Nervenzellen akkumuliert. Der Körper benötigt DMT, um im Notfall die Nervenzellen vor dem Erstickungstod zu bewahren. Eventuell lassen sich so Nahtoderfahrungen erklären?

Harmin fördert die Metabolisierung von INMT.

Wenn wir am Abend Syrische Steppenraute nehmen und am Morgen tryptophanreich gegessen haben (Erdnüsse, Soja, Bananen), dann haben wir am Abend sehr wahrscheinlich genug AADC, damit unser Gehirn daraus körpereigenes DMT herstellen kann (Vitamin B12 unterstützt diesen Vorgang). Nicht selten stellen sich bei meinen Steppenraute-Sessions irgendwann DMT-artige Visionen in Form von leuchtenden Mustern und kalaidoskopartigen Effekten ein.

Die Steppenraute war sehr wahrscheinlich auch Grundlage für das legendäre Soma, ein rituelles Getränk der Priester und Königshäuser zu babylonischen Zeiten, dessen Rezept streng geheim war.

Es gibt aber Beschreibungen der Wirkung von Soma und in der Bibel findet es seine Erwähnung als Haoma. Wenn man bedenkt, dass das alte Wort für Steppenraute Harmala ist, dann könnte Haoma eine Zusammensetzung aus den Worten Ha-rmala und S-oma sein. Die beschriebene Wirkung des legendären Soma’s entspricht der Wirkung von Ayahuasca, sodass viele Ethnopharmakologen mutmaßen, dass es sich bei Soma um ein Ayahuasca-Analog handelt, dessen Grundlage vermutlich die Syrische Steppenraute ist.

Da in den Gegenden, in denen die SR zuhause ist, auch eine stark DMT-haltige Akazienart wächst (Acachia Simplex) und in den tropischeren Gegenden, wie Indien und Pakistan obendrein die Mimosa, die in ihren Wurzeln extrem viel DMT enthält – soviel, dass der Import von Mimosenwurzel in vielen Ländern verboten ist, dann braucht man nur 1+1 zusammenzählen, um daraus zu schließen, dass Soma sehr gut Steppenraute+Akazie oder Mimosa gewesen sein könnte. Auch Schilfwurzeln und Phalaris Arundinacae, bzw Phalaris Aquatica, die auf der ganzen Welt wachsen, könnten DMT-Quellen für Soma gewesen sein.

Alle Völker, die eine DMT-Kultur pflegten, bildeten bereits vor tausenden von Jahren Hochkulturen, was nicht verwundert, da DMT DER Wirkstoff zur Förderung von Erkenntnissen ist.

Die bunten Bilder, die es hervorruft, sind zwar sehr beeindruckend, weil überirdisch kunstvoll, aber nur ein angenehmer Begleiteffekt. Beim Ayahusaca, so meine Erkenntnis nach 50 Zeremonien, dienen die leuchtenden Visionen nur der Verwirrung. Erliegt man ihnen, bleibt man auf der bunten Bilderebene hängen. Erliegt man ihnen aber nicht, kann man die Ebene der Muster und Fraktale durchbrechen und in die Ebene der Spirits eintreten. Die DMT-Muster sind quasi eine Trennwand zwischen den dem Menschen zugewiesenen Dimensionen und den Dimensionen der höheren Geistwesen. Sie sind zugleich eine Art Eignungstest.

Wer sich von den Mustern und Visionen nicht einlullen oder gar ängstigen lässt, der bekommt Zugang zu den Dimensionen der Lichtwesen, welche zugleich die höheren Erkenntnisebenen sind.

Auch mit der Steppenraute kann man diese Ebenen erreichen. Zwar sind sie optisch nicht so spektakulär, wie beim Ayahuasca, aber die Mengen an körpereigenem DMT reichen oft aus, um deutliche und aussagekräftige Visionen zu erhalten, während man gleichzeitig mit der geistigen Welt in Verbindung treten kann. Wie gesagt. Eine größere Dosis SR (25ml Auszug) kommt in ihrer Wirkung Ayahuasca sehr nahe, inklusive Aktivierung der Kundalini und dem Öffnen des Dritten Auges.

Der Umgang mit Steppenraute verlangt, wie der Umgang mit Ayahuasca, große Vorsicht!

Zwar ist eine tödliche Dosierung mit Harmin theoretisch möglich, allerdings führen bereits 40ml des von mir hergestellten Auszugs (100g Samen auf 1Liter Wasser) zu Übelkeit und Erbrechen, sodass die letale Dosis nie erreicht werden dürfte. Bei der letalen Dosis kommt es zu Muskellähmungen und Herzflimmern. Dr. phil. et med. Ferdinand Flury brachte bereits 1910 Frösche mit einem mittleren Wert von 0,015g (15mg) Harmin um.

Ein Frosch wiegt ca. 30 Gramm, also wäre die letale Dosis Harmin beim Menschen ca. 2300 x so hoch und läge demnach bei ca. 34g reinem Harmin. In 1 Liter Stepperauteauszug dürften nach Catbull 0,3% Harmin enthalten sein, das wären 300mg/L. Pro potenter Dosis des Auszugs (20ml) kämen wir somit auf 6 Milligramm Harmin.

Eine Überdosis Harmin ist dennoch möglich, auch wenn man nicht daran stirbt, da müsste man dann schon mehrere Liter von dem Auszug trinken und auch im Körper behalten(!).

Aber bereits 30-35ml führen zum sogeannten Harmin-Tremor, ein sehr unangenehmes Zittern des ganzen Körpers, vor allem der Hände und Füsse. Auch muss bei voller MAO-Hemmung, die bei 20-25ml des Auszugs stattfindet, mindestens 48 Stunden vor der Einnahme eine strikte MAO-Diät eingehalten werden, da es im ungünstigsten Falle zu einem Serotonin-Syndrom führen kann, was ebenfalls extrem unangenehm ist und zumindest bei Laborratten zum Tode geführt hat.

Medizinische Berichte von Todesfällen durch Serotonin-Syndrom beim Menschen, haben meine Recherchen nicht ergeben. Dennoch wäre es theoretisch möglich. Ausnahme bildet die gleichzeitige Einnahme von Ayahuasca und SSRIs oder großen Mengen der Aminosäure Tryptopahn. Hier gibt es Berichte von Todesfällen – vermutlich durch das Serotonin-Syndrom. Daher schreibt die Ayahuasca-Diät, welche dieselbe Diät ist, die man auch bei der Einnahme von Steppenraute beachten muss, einen konsequenten Verzicht auf tryptophanreiche Lebensmittel vor.

Mit der Syrischen Steppenraute kann man auch ohne die zusätzliche Verwendung von Psychedelika sehr tiefe und erkenntnisreiche Stunden erleben. Ihr einzigartige Chemie versetzt uns in eine angenehme Trance, fördert bildreiche Träume und bringt uns in Kontakt mit unserer Seele und unserem inneren Licht.

Der Umgang mit ihr sollte mit demselben Respekt und derselben Vorsicht geschehen, mit der man auch Ayahuasca nimmt, denn Steppenraute ist quasi Ayahuasca ohne externes DMT. Bildet der Körper aufgrund des INMTs obendrein körpereignes DMT, dann hat man eine mit Ayahuasca vergleichbare Wirkung. Die Syrische Steppenraute war nicht ohne Grund in biblischen Zeiten die Pflanze der Schamanen, Priester und Könige. Die frühe Pharmakologie nannte ihren Wirkstoff Telepathin, was bereits einen Hinweis auf dessen Wirkung gibt.

Der Auszug:
100g Steppenraute-Samen unzerkleinert(!) zusammen mit 200ml Lemon- oder Zitronensaft 1,5 Stunden in 1,2 Liter gefiltertem oder destiliertem Wasser köcheln lassen. Abseihen und kühl lagern.

Dosierung:
– Von 5ml wird berichtet, dass sie bei Menstruationsbeschwerden helfen.
– 10ml führen zu wohliger Entspannung (Reaktionsfähigkeit bereits eingeschränkt!)
– 15ml führen zu deutlichen psychedelischen Effekten und u.U. bereits zur Verbindung zum höheren Selbst, der Seele.
– 20ml entsprechen einer milden Ayahuasca Erfahrung mit tranceartigem Zustand und telepathischer Kommunikation mit Spirits. Evtl. Trippsitter nötig.
– 25ml führen zu einer Erfahrung, die man mit einer potenten Dosis Ayahuasca vergleichen kann, inkl. intensiven Visionen, innerem Licht und reichhaltigen Downloads aus der geistigen Welt. Trippsitter empfohlen.

Mehr als 30ml sind nicht zu empfehlen, da dann sehr unangenehme Begleiterscheinungen auftreten können (Harmin-Tremor, Unruhe durch zu hohen Serotonin-Spiegel, Erbrechen).

Meine Bitte: Vor den Geschenken unserer Mutter Erde immer den größtmöglichen Respekt haben!

Bei allen Pflanzen macht die Dosis das Gift und das gilt auch für psychedelische Pflanzen. Auch wenn man an Ayahuasca oder Steppenraute nicht stirbt, da man eine letalen Menge gar nicht einnehmen kann, ohne vorher zu Erbrechen, so kann ein respektloser und unvorsichtiger Umgang mit diesen Pflanzen dennoch sehr unangenehme Folgen haben, bis hin zu einem Bad-Trip.

Sprecht mit den Auszügen/Pflanzen vor der Einnahme. Teilt ihnen eure Intention mit, warum ihr sie nehmen wollt und bittet sie um ihre Hilfe. Bedankt euch bei ihnen, dass sie es zulassen, von euch eingenommen zu werden. Pflanzen sind hochentwickelte Spirits, nicht irgendwelches Grünzeugs und die psychedelisch wirkenden Pflanzen ganz besonders. So auch die Syrische Steppenraute.

Haux, Aho, Namsté, Gott mit euch!

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