Ayahuasca allein zuhaus(e) III

Wenn es Probleme gibt, ist es IMMER falsches Set oder Setting, schlimmstenfalls beides. Das Einzige, was die Medizin macht, ist, die Kundalini aktivieren und die Chakren öffnen. Wenn aber die energetische Hygiene im Zeremonie-Raum vernachlässigt wird, dann werden die Teilnehmer nicht nur Opfer ihrer eigenen negativen Energien, ihrer eigenen „Dämonen“, sondern auch die der anderen. Die haben dann über die geöffneten Chakren Zugang zum Energiekörper der Teilnehmer. Manch einer geht energetisch „dreckiger“ aus einem schlechten Setting, als er reingegangen ist.

Ayahuasca allein zuhaus(e) II

Als sich nach ca. 1 Stunde tiefer Trance wieder wach wurde, war ich nicht mehr ich selbst. Also, ich wusste, wer ich bin, welchen Namen ich habe, welchen Job ich ausübe, wer meine Familie ist und so weiter, aber ich fühlte es nicht mehr. Komplette Dissoziation! Ich fühlte nur noch meine Seele. Das Ego reichte gerade noch aus, um festzustellen, dass es kaum noch vorhanden ist. Wieder fiel ich in Trance, diesmal aber in eine nicht so tiefe. Das lies mich diesen Zustand lange bewusst genießen. Ich machte den Test und versuchte an alltägliche Dinge zu denken, was mir nicht gelang. Ich beließ es dabei und gab mich voll und Ganz dem Frieden meiner Seele hin, die es genoss, einfach nur zu Sein. Nur Sein – mehr will die Seele nicht.

Kundalini und Dämonen II

Nun kann man die Lebensenergie, das Prana, in der Tat für alles einsetzen, für gute, wie für schlechte Taten, für Verbrechen an der Menschheit, wie für ihre Rettung. Ich denke, die Energie selbst ist da leidenschaftslos, sie ist wie ein Gin aus der Flasche und folgt den Intentionen ihres „Meisters“. Und auch dass Dämonen per se schlecht sind, erschließt sich mir nicht. Das, was die Kirche als Dämonen bezeichnet, und da kommt ja die negative Besetzung des Begriffs her, sind nach meiner bescheidenen Erfahrung die Energien der unteren astralen Ebene. Der Ebene, die unserer materiellen Ebene am nächsten ist, weshalb Dämonen auch eher dem Materiellen zugewandt sind, als ihre höher schwingenden Brüder und Schwestern, die Engel.

Ayahuasca – Heilsam, aber kein Freizeitspaß!

Ayahuasca ist ein psychedelisch wirkendes Pflanzengemisch und kann zu außerordentlich starken Sinnes- und Bewusstseinsveränderungen führen. Es wird üblicherweise in schamanisch geleiteten Gruppen eingenommen. Ayahuasca verändert die komplette Wahrnehmung und leitet sie vom Außen ins Innen. Dadurch entfaltet es die typische Heilwirkung bezogen auf Traumatas, Süchte, Persönlichkeitsverwerfungen, Depressionen, oder schlechte Angewohnheiten. Die Heilung erfolgt bei komplettem Bewusstsein – man wird quasi Zeuge, wie der eigene „Seelenmüll“ erkannt und hinausbefördert wird – oft durch Erbrechen, Schreien, oder Weinen. Begleitet wird der Heilungsprozess meistens von intensiven Visionen, die einem beim Verstehen helfen.

Gespräche mit Ayahuasca

Jetzt beginnt die Kundalini deutlich stärker zu werden und ich schmecke plötzlich Yagé. Dieser bitter-saure Geschmack hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt, den vergisst man so leicht nicht. Ich fühle mich stark verbunden mit der Medizin und versuche eine Unterhaltung mit ihr.

Ayahuasca Erfahrungsbericht, Zeremonie 43-45 (Februar 2021, im Zeichen des Planeten Pluto)

Die Lebensenergie ist die Wurzel des Baumes, die Jahresringe entsprechen den aufeinanderfolgenden Inkarnationen. So ist es auch mit den menschlichen Inkarnationen. Erreicht die Seele aus sich heraus das Licht, ist sie mit ihrer Entwicklung fertig, das nennt man dann Erleuchtung. Den Weg zur Erleuchtung kann man nicht abkürzen, egal, wie sehr sich ein Mensch anstrengt. Doch das ist nur sein Ego, die Seele entscheidet, wann sie soweit ist. Jede Inkarnation setzt an dem Punkt an, wo die letzte geendet hat. Je weniger negatives Karma man ins neue Leben mitbringt, umso einfacher ist es für die Seele, den Weg der Erleuchtung zu gehen. Man kann den Weg also beschleunigen, aber niemals abkürzen.

Die heilende und transformierende Kraft von Gold

So war es, als ich von dunklen Energien besucht wurde, die vermutlich von einem der Teilnehmer während seines Prozesses entlassen worden waren. Die Energien hatten keine Chance meinen Körper zu befallen, dafür war ich durch meine Kundalini in einer zu hohen Schwingung. Irgendwann fingen sie an, mich zu stören und ich verwandelte sie in Gold – dunkle, niedrig schwingende Energien haben gegen die Schwingung von Gold keine Chance! Das lässt darauf schließen, dass Gold manifestierte Kundalini ist, es hat dieselbe Frequenz. Gold ist die Kundalini der Erde, die Goldadern ihre Chakren.

Ayahuasca Erfahrungsbericht, Zeremonie 40-42 (Dezember 2020)

Als ich die Augen schließe, sehe ich eine Heerschar an dunkeln Energien bei mir herumlungern. Sie sind auf ihre Weise schön – blau-violett, bizarr-zackig, dann wieder rostbraun, oder glutrot mit Hörnern, gelben Augen und dämonischen Fratzengesichtern. Ich lobe ihre Schönheit, mache aber auch klar, dass ich keinen Bock auf sie habe. Außerdem seien sie falsch bei mir, es gäbe bei mir nichts zu holen, daher werde ich sie jetzt in Gold verwandeln. Dann aktiviere ich meine Kundalini, bringe mich dadurch in eine hohe Schwingung und verwandle sie in Gold. Sie lösen sich nach und nach auf.

Ayahuasca Erfahrungsbericht, Zeremonie 37-39 (November 2020)

Der Helferspirit ist ein weiblicher Spirit und ich fühle, was er (sie) fühlt und es fühlt sich unglaublich schön an. Er ist voller Liebe für die Menschen und gibt mir seine Anweisungen per Intuition. Oft ertappe ich mich dabei, etwas anderes machen zu wollen, doch dann mache ich etwas ganz anderes und es scheint jedesmal genau das Richtige zu sein. Mein Ego ist die ganze Zeit als zarte Hülle weiterhin vorhanden, aber mucksmäuschen still und voller Ehrfurcht vor der Arbeit des Spirits. Dann zeigt sich der Spirit mir. Er hat keine Form. Er ist pure Energie und erscheint mir als wunderschöne, blaue Geometrie.

Ayahuasca Erfahrungsbericht, Zeremonie 34-36 (Oktober 2020)

Dann erscheint eine blaue Stadt, wie in einer meiner nächtlichen Hypnagogien, nur dass diese Stadt auf dem Klopf stehend über mir schwebt. Ich zoome hinein und um mich in ihr bewegen zu können, drehe ich mich ebenfalls auf den Kopf. Ich mache das ganz intuitiv, ohne lange nachzudenken und bemerke plötzlich die Zweiteilung meines Bewusstseins. Ein Teil nimmt den kopfüber in der blauen Stadt stehenden Astralkörper wahr, während der andere meinen auf der Matte sitzenden Körper wahrnimmt. Das hatte ich noch nie, ein sehr interessantes Gefühl! Ich sitze aufrecht und stehe gleichzeitig kopf!